Am Freitag hat Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner das Gesundheitszentrum Odenwald besucht und nannte das Klinikum ein „sehr gutes Beispiel dafür, dass Hessens Kliniken gut aufgestellt und vorbereitet sind mit Blick auf die neuen Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).“ Der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA hat ein System der gestuften Notfallversorgung den Kliniken in Deutschland vorgegeben, welches zur Folge hat, dass die Kliniken in Deutschland umfangreiche infrastrukturelle Vorgaben erfüllen müssen, um weiterhin an der Notfallversorgung (Basis-, erweiterte oder umfassende Notfallversorgung) teilnehmen zu können. „Wir haben hier in Hessen als eines der ersten Länder solche Kriterien schon vor über zehn Jahren eingeführt, wir gehen davon aus, dass die allermeisten Kliniken deshalb die G-BA Vorgaben werden erfüllen können, die Mehrzahl wird - wie das Klinikum Odenwald - von den Zuschlägen, die in diesem Zusammenhang vorgesehen sind, profitieren“, erläuterte Grüttner.

Beste Voraussetzungen in Erbach

Der Minister hat sich von den Voraussetzungen in Erbach überzeugt. So verfügt die Klinik über eine interdisziplinäre Notaufnahme, in der sich alle Notfallpatienten mit Ausnahme gynäkologischer bzw. geburtshilflicher Notfälle (diese gehen direkt in die Frauenheilkunde) vorstellen. Diese Vorgabe des G-BA wird somit erfüllt. In direkter Anbindung zur Notaufnahme finden sich die große Liegendkrankenanfahrt, ebenso wie ein Schockraum und der Not-OP, auch das Voraussetzungen nach G-BA -Vorgaben. Auch die Interdisziplinäre Intensivstation erfüllt mit insgesamt 15 Betten und der Möglichkeit, Beatmungen durchzuführen, die Vorgaben. Bei der Behandlung von Schlaganfällen gibt es eine telemedizinische Verbindung zur Uniklinik Heidelberg. Der Hubschrauberlandeplatz ist Tag und Nacht, im Sommer und im Winter (durch beheizte Landefläche) betriebsbereit. Diese bauliche Struktur konnte durch Fördermaßnahmen des Landes umgesetzt werden.

Kriterien für Rettungskette erfüllt

Mit Blick auf den neuen Kriterienkatalog des (G-BA) zur Notfallversorgung hat der Gesundheitsminister zugesagt, die Kliniken, die beispielsweise noch nicht alle Kriterien in der Notfallversorgung erfüllen, zu unterstützen und nach Lösungen zu suchen.
Abschließend erklärte Grüttner: „Es freut mich, dass die von der hessischen Landesregierung geschaffenen Grundlagen für eine funktionierende Rettungskette dazu führen, dass nun nahezu alle hessischen Allgemeinkrankenhäuser, die bisher an der Notfallversorgung teilnahmen, die Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses erfüllen können. Hier in Erbach haben wir das heute eindrucksvoll sehen können, wie die Kriterien erfüllt sind.“

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