Gesundheitsminister Stefan Grüttner kündigte angesichts der niedrigen Impfraten gegen HPV (Humane Papillomviren), aber auch angesichts sinkender Zahlen der Impfungen gegen Masern und Röteln sowie weiterer nach STIKO empfohlener Impfungen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitswesens sowie Impflücken bei älteren Menschen für das neue Jahr eine groß angelegte Impfstrategie für Hessen an. „Wir werden 2019 eine landesweite Impfstrategie starten, die über einige Jahre angelegt sein wird, damit die Impfraten insgesamt nach oben gehen. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Gesundheitsmaßnahmen. Die Impfung gegen HPV schützt sogar wirksam gegen den Gebärmutterhalskrebs eines bestimmten Typs sowie gegen einige Krebsarten bei Jungs. Und auch Masern oder Röteln sind keine harmlosen Kinderkrankheiten“, machte der Minister deutlich.

Impflücken schließen

Masern können sehr schwere Folgeerkrankungen haben, Röteln können in der Schwangerschaft das Ungeborene schädigen. Daher ist es eines der Ziele der Weltgesundheitsorganisation, Masern und Röteln auszurotten. Dazu ist es auch in Deutschland notwendig, die Durchimpfung zu erhöhen bzw. Impflücken zu schließen, insbesondere bei älteren Personen, die bislang keine Masern oder Röteln gehabt haben und Personen, die in besonders gefährdeten Bereichen wie Krankenhäusern arbeiten. „Hier überall wollen wir ansetzen, indem wir sehr breit informieren und aufklären, um damit die Impfraten zu erhöhen“, so der Minister. „Was für die Masern und die Röteln gilt, ist aber auch bei anderen Infektionen, gegen die wir mit Impfungen vorbeugen können, wichtig. In den gleichen Zielgruppen sollte zum Beispiel die Grippeimpfung selbstverständlich werden.“ Im Rahmen der Impfstrategie soll auf Elternabenden, in Arztpraxen, durch die Betriebsärzte, online und auf vielen anderen Wegen aufgeklärt und informiert werden. „Wir machen uns gemeinsam mit zahlreichen wichtigen Akteuren auf den Weg, um die Impfziele, die wir uns gesteckt haben, zu erreichen, in der festen Überzeugung, dass uns das im Miteinander gelingen wird und wir so auch einen Schritt zum Aufbau einer gesundheitlichen Chancengleichheit für alle gehen.“

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