Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), jetzt auch Jungen zwischen neun und vierzehn Jahren gegen das HPV-Virus impfen zu lassen, begrüßt: „Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen ein Virus, das sowohl bei Frauen als auch Männern Krebs auslösen kann! Ich appelliere an die Eltern, sich über diesen Impfschutz beraten zu lassen und ihre Kinder damit vor HPV wirkungsvoll zu schützen, denn HPV ist keine Mädchensache, sondern es ist gut, jetzt auch die Jungs mit in den Blick zu nehmen.“ Die Humanen Papillomviren (HPV) können sowohl bei Mädchen wie auch Jungen Krebs auslösen, d.h. bei bspw. Gebärmutterhalskrebs sind diese Viren in nahezu 100 Prozent der Fälle ursächlich. Bei den Männern ist das Virus ebenfalls für verschiedene Krebsarten ursächlich.
„Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirkungsvollsten Schutzmaßnahmen gegen schwere Krankheiten“, erklärte der Minister. Die Impfung schützt gegen die krebserregenden HP-Viren, die unter anderem durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können. Seit 2014 übernehmen die Kosten der HPV-Impfung für Mädchen die gesetzlichen Krankenkassen. „Ich gehe davon aus, dass sie auch die Impfkosten für die Jungen übernehmen werden“, so Grüttner.

Vielen ist nicht klar: das ist keine reine Mädchensache!

In Deutschland ist Gebärmutterhalskrebs die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren. Pro Jahr erkranken etwa 5.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Es werden mehr als 90.000 Operationen durchgeführt, um Krebsvorstufen zu entfernen. Knapp 1.600 Betroffene sterben an dieser Krankheit.
„Derzeit prüfen wir, wie wir die Hessische Impfstrategie weiter verbessern und die Schulen insgesamt besser erreichen können mit der Impfberatung – dann auch mit Blick auf HPV. Denn vielen ist nicht klar: das ist keine reine Mädchensache! Das Virus kann nur wirkungsvoll bekämpft werden, wenn auch Jungs geimpft werden“, erklärte Grüttner abschließend.

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