. Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat heute an wichtige Gesundheitsregeln erinnert, um im Urlaub nicht krank zu werden. „Im Urlaub wollen Sie sich erholen und schöne Erinnerung sammeln. Damit man die Urlaubszeit aber auch wirklich uneingeschränkt genießen kann, sollte man bei den Urlaubsvorbereitungen auch an das Thema Gesundheit denken“, betonte der Minister. Egal, wohin die Urlaubsreise führt, selbst wenn man die Urlaubszeit zu Hause verbringt, ist es wichtig, an seinen Impfschutz zu denken. Für alle Reisenden wie auch für diejenigen, die zu Hause bleiben, gilt in jedem Alter: Der Impfpass sollte zur Hand und der empfohlene Basisimpfschutz aktuell sein. Grüttner: „Für eine Impfberatung beim Kinder- oder Hausarzt ist es nie zu spät.“
Generell gilt bei Reisen, wie auch zu Hause, dass auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden sollte, gerade bei Kindern. „Meiden Sie die Mittagshitze und gewöhnen Sie sich langsam an die intensive Strahlung. Vergessen Sie nicht, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen“, rät der Minister. Wasser, Früchte- oder Kräutertees sowie Fruchtsaftschorlen bieten sich als Durstlöscher an. Vorsichtig sollte man mit Alkohol sein. In vielen Ländern empfiehlt es sich, kein Leitungswasser zu trinken, sondern nur Wasser aus original verschlossenen Flaschen oder Dosen, oder abgekochtes Wasser. Getränke mit Eiswürfeln sind auch tabu. Meiden sollte man ungeschältes Obst oder frische Salate. Die Erfrischung durch Eis sollte dann unproblematisch sein, wenn es sich um abgepacktes Speiseeis handelt. Grüttner: „Es gibt einen alten, aber immer noch gültigen Spruch für den Umgang mit Speisen in bestimmten Urlaubsländern:
-           koch es,
-           brat es,
-           schäl es
-           oder vergiss es!“
Ein ernst zu nehmendes Thema ist der Schutz vor Insektenstichen. „Über die Stiche können Erkrankungen übertragen werden, gegen die man nicht impfen kann, wie zum Beispiel Denguefieber oder Malaria“, gibt der Minister zu bedenken. Zum Schutz vor Insektenstichen gehören das Schlafen unter einem Moskitonetz oder in Räumen mit Klimaanlage und geeignete Kleidung. Die Kleidung sollte leicht sein und atmungsaktiv, damit man weniger schwitzt, außerdem hell, damit man die Insekten darauf besser sehen kann. Gelbe Kleidungsstücke sollte man aber eher meiden, da die Farbe Gelb viele Insekten anlockt. Abends sollten die Arme und Beine möglichst bedeckt sein. Repellents sind Einreibemittel, die auf die Haut aufgetragen, Insekten abwehren. „Lassen Sie sich dazu unbedingt in der Apotheke oder beim Hausarzt qualifiziert beraten“, unterstrich Minister Grüttner.
Auch über eine sinnvolle Zusammenstellung der Reiseapotheke berät der Hausarzt und kann dabei das ganz individuelle Risiko berücksichtigen. Neben den Medikamenten, die man als ständige Medikation einnimmt und die natürlich in ausreichender Menge mitgenommen werden sollten, sollten insbesondere auch ein Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Fieber und Schmerzen, eine Salbe zur Milderung allergischer Reaktionen bei Insektenstichen, Wunddesinfektionsmittel und Verbandsmittel nicht fehlen. Wichtig ist, daran zu denken, dass Medikamente unter Umständen besondere Bedingungen für Transport und Lagerung brauchen, zum Beispiel nur gekühlt ihre Wirkung behalten.
Der Gesundheitsminister empfiehlt, sich bei Reisen in bestimmte Urlaubsländer im Vorhinein über die Möglichkeiten einer medizinischen Versorgung vor Ort und über eine Anlaufstelle für etwaige Notfälle zu informieren. „Die deutschen Botschaften oder Konsulate können dabei in der Regel weiterhelfen. Es gibt Sicherheit, wenn man die Kontaktadressen dabeihat“, erklärte Grüttner.

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