Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner betonte heute auf dem Hessischen Krankenhaustag 2018 in Wiesbaden, dass „das Patientenwohl ein entscheidender Maßstab für gesundheitspolitische Entscheidungen und die Patientenorientierung Leitbild für das Gesundheitswesen ist. Die Zusammenarbeit und Vernetzung im Gesundheitswesen müssen ausgebaut und verstärkt werden. Zur Erreichung einer sektorübergreifenden Versorgung werden wir nachhaltige Schritte einleiten.“

„Es zeigt sich, dass wir mit unseren Anstrengungen, die Qualität in den Hessischen Krankenhäusern ständig zu verbessern, auf dem richtigen Weg sind“, erklärte der Hessische Gesundheitsminister auch angesichts der veröffentlichten Liste des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), bei dem die Qualitätsdefizite einzelner Kliniken in der Gynäkologie, Geburtshilfe und beim Brustkrebs aufgeführt sind. Bei insgesamt 77 hessischen Krankenhäusern wurden elf Qualitätsindikatoren überprüft. Für Hessen ergibt sich das positive Bild, dass bei nur fünf Krankenhausaufenthalten, verteilt auf vier Kliniken, notwendige Kriterien nicht eingehalten wurden. Zu diesen Fällen wurden und werden Gespräche des Hessischen Gesundheitsministeriums mit den betroffenen Kliniken geführt, um für die Zukunft auch solche Einzelfälle auszuschließen“, hob Grüttner hervor. „Wir haben uns in der Krankenhausreform des Bundes sehr dafür eingesetzt, bundesweit einheitliche Qualitätsindikatoren zu entwickeln, und waren danach an deren Entwicklung intensiv beteiligt. Qualität und Patientensicherheit müssen immer Richtschnur alle Handelns sein und werden in Hessen großgeschrieben“, ergänzte der Minister.

Ein eigenes Referat für Qualität und Patientensicherheit eingerichtet

„Als erstes Bundesland haben wir auch ein eigenes Referat für Qualität und Patientensicherheit eingerichtet und, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die Qualitätsindikatoren nicht ausgeschlossen, sondern in unserem Krankenhausgesetz sogar festgelegt, dass sie aktiv für die Krankenhausplanung genutzt werden müssen.

Als einen Ausblick nannte Grüttner die einheitliche elektronische Patientenakte, die ab 2020 eingeführt werden soll. „Möchte man Patienten wirklich gerecht werden, dann bedarf es eine Versorgung aus einem Guss, ohne Brüche im Behandlungsverlauf und ohne Informationsdefizite. Wir werden auch daran weiterarbeiten, die Versorgung im ländlichen Raum zu stärken und die notwendigen Schritte zu IT-gestützten Versorgungsnetzwerken mit telemedizinischer Unterstützung einleiten“, sagte Grüttner abschließend.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag