Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner begrüßte die Ankündigung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, die rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung digitaler Patientenakten zu schaffen. „Telemedizin wird bei einer hochwertigen gesundheitlichen Versorgung der Zukunft eine wichtige Unterstützung bieten. Es zeigt sich im Gesundheitswesen, dass ein gesetzlich verbindlicher Rahmen erforderlich ist, um die Rahmenbedingungen weiter zu konkretisieren, insbesondere mit Blick auf die elektronische Patientenakte, deren Einführung ich sehr begrüße. Das Gesundheitssystem muss sich am Patientennutzen auszurichten und Patienten sollen über die Möglichkeit verfügen, Transparenz über die Qualität der medizinischen Versorgung zu erhalten. Zudem hat der Patient mit der digitalen Patientenakte alle relevanten Gesundheitsdaten jederzeit griffbereit. Im Notfall können Ärzte im Krankenhaus sofort sehen, welche Vorerkrankungen ein Patient hat und ob er bestimmte Medikamente nicht verträgt. Das erspart nicht nur Zeit, sondern auch vermeidbare Mehrfachuntersuchungen und es entsteht ein besserer Informationsfluss zwischen den Gesundheitsdienstanbietern zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Dabei hat bei der digitalen Patientenakte die Datensicherheit zu jedem Zeitpunkt höchste Priorität.

Vor diesem Hintergrund werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass auf Bundesebene ein E-Health-Gesetz II verabschiedet werden wird. Mit dem Breitbandausbau und dem E-Health-Gesetz sind bereits wichtige Meilensteine für den Aufbau einer Telematik-Infrastruktur erzielt worden“, erklärte Grüttner.

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