In Kooperation mit dem Hessischen Fußball-Verband veranstaltet das Hessische Gesundheitsministerium vom 11. bis 13.05.2018 in allen Amateurligen Hessens, von der Kreisklasse bis zur LOTTO Hessenliga, einen Aktionsspieltag zum Thema ‚Organspende‘. Auch Sportfeste oder andere Veranstaltungen der Vereine werden dafür genutzt. An der Aktion beteiligen sich etwa 100 Vereine. „Über 11.000 Menschen in Deutschland warten derzeit auf ein Spenderorgan, das ihnen das Leben retten kann. Für diese Menschen müssen wir uns engagieren, denn hinter jeder Person auf einer Warteliste steckt ein Schicksal. Hier können wir alle helfen, indem wir einen Organspendeausweis ausfüllen. Denn Organspende kann Leben retten“, betonte Grüttner. Deshalb werde sich die Hessische Landesregierung weiterhin engagieren, um aufzuklären und zu informieren, damit die Zahl der Menschen, die bereit sind, ein Organ zu spenden, steigen könne.
Ziel ist es, an diesem Spieltag auf das Thema aufmerksam zu machen, Berührungsängste abzubauen und für eine bewusste Entscheidung zum Organspendeausweis zu werben. Diesbezüglich werden auf den Fußballplätzen Hessens Informationsbroschüren und Flyer mit integrierten Organspendeausweise verteilt. Auch erfolgt eine mediale Verbreitung in Stadionheften, über Facebook und per Stadiondurchsagen. „Ich danke dem Hessischen Fußballverband dafür, dass er mit dem wichtigen Thema voran geht wirbt. Kaum eine Sparte hat eine so starke Vorbildfunktion wie der Fußball“, betonte Grüttner.

„Informieren Sie sich, setzen Sie sich mit dem Thema auseinander"

„Die Möglichkeit einer Organspende ist eine Entscheidung, die man bewusst treffen sollte. Wir möchten mit unserem Aktionstag darauf aufmerksam machen und möglichst viele Menschen erreichen, die sich daraufhin mit dem Thema auseinandersetzen. Organspende kann Leben retten, daher ist das ein Thema von enormer Wichtigkeit. Ich hoffe auf eine hohe Beteiligung und dass sich daraufhin viele Menschen für eine Organspende entscheiden“, erklärte Stefan Reuß, Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes.
„Ich werbe daher mit großem Nachdruck dafür, die eigene Entscheidung zur Organspende in einem Organspendenausweis festzuhalten“, so Grüttner. Dies entlaste auch die Angehörigen. „Es ist für die Angehörigen eine riesige Belastung, gleichzeitig einen Todesfall zu verarbeiten und zugleich eine Entscheidung zur Organspende im Sinne des Verstorbenen zu treffen.“ Dies führe in den meisten Fällen dazu, dass die Angehörigen eine Organspende ablehnen. Schon vor einigen Jahren wurde unter der Schirmherrschaft der Landesregierung die Initiative Organspende Hessen (IOH) gegründet, um umfassend über die Organspende aufzuklären. „Informieren Sie sich, setzen Sie sich mit dem Thema auseinander und ich würde mich freuen, wenn mehr Hessinnen und Hessen ihren Entschluss für die Organspende in einem Ausweis dokumentieren“, so der Gesundheitsminister abschließend.

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