„Die Mischung macht's: Zusätzliche BWL-Power für Hessens Steuerverwaltung!“, so lautet das Motto hinter unserem aktuellen Traineeprogramm, um unsere Steuerverwaltung noch erfolgreicher im Kampf für mehr Steuergerechtigkeit und gegen Steuerkriminalität aufzustellen“, berichtete Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. „Das gibt es so nur in Hessen!“

Zentrale Erfolgsfaktoren in einer komplexen Welt

„In einer immer komplexer werdenden Welt ist die Zusammenführung unterschiedlichen beruflichen Sachverstands eine der zentralen Erfolgsfaktoren. Deshalb ergänzen wir unseren großen steuerfachlichen und juristischen Sachverstand um eine weitere moderne, betriebswirtschaftliche Komponente, indem wir unsere Betriebsprüfung mit extern ausgebildeten Experten verstärken. Damit sind wir wieder einmal Vorreiter für den Kampf für mehr Steuergerechtigkeit“, sagte Finanzminister Schäfer. Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen am kürzlich gestarteten, ersten Traineeprogramm teil: „Die Erfahrungen in der heutigen Arbeitswelt zeigen deutlich: Gemischte Teams bieten ganz neue Möglichkeiten für eine erfolgreiche und effektive Aufgabenerledigung. Dies wollen auch wir uns für unsere tägliche Arbeit zunutze machen. Denn betriebswirtschaftlicher Sachverstand wird bei der Prüfung von Unternehmen immer wichtiger. Hessen hat einen herausragenden Wirtschaftsstandort mit einer hohen Quote an international aufgestellten Unternehmen. Darauf können wir zu Recht stolz sein. Doch die zunehmende Komplexität und Internationalität des Wirtschaftslebens hält auch für unsere Steuerverwaltung immer neue und wachsende Aufgaben bereit. Durch die zusätzliche BWL-Power wird das vorhandene Wissen in unseren Betriebsprüfungsstellen ergänzt und damit zugleich auch weiter ausgebaut. Die Betriebswirte unterstützen unsere hervorragend ausgebildeten Betriebsprüferinnen und Betriebsprüfer sehr sinnvoll und bieten eine ideale fachliche Ergänzung. Dies führt zu einer noch effektiveren Betriebsprüfung und sorgt so für mehr Steuergerechtigkeit“, erklärte Thomas Schäfer.

„Der demographische Wandel ist auch im öffentlichen Dienst deutlich spürbar“

Auch unter dem Gesichtspunkt des demographischen Wandels fällt die Einstellung der BWLer in herausfordernde Zeiten, wie der Finanzminister betonte: „Der demographische Wandel ist auch im öffentlichen Dienst deutlich spürbar. Wir begegnen dieser Herausforderung unter anderem mit aktuellen Rekorden bei den Einstellungszahlen neuer Anwärterinnen und Anwärtern in den Finanzämtern. Zum 1. August 2018 hat die Hessische Steuerverwaltung 700 neue Anwärterinnen und Anwärter eingestellt. 2019 wird dieses Rekordniveau gehalten. 2017 erst waren die Ausbildungszahlen auf das damalige Allzeithoch von 650 gestiegen. Die Einstellungen von Betriebswirtinnen und Betriebswirten sind ein weiterer Baustein, mit dem wir den Betriebsprüfungsaußendienst gezielt verstärken. Im Kampf gegen Steuertrickser heißt unsere Devise: Auf die Dauer hilft nur Power! Und dabei gehen wir auch gerne aus voller Überzeugung neue Wege, wenn es darum geht, zusätzlich zu dem eigens ausgebildeten Personal weiteres fachliches Knowhow an Bord zu holen. Das zeigt dieses Traineeprogramm sehr eindrucksvoll!“ Auch voraussichtlich in diesem Jahr sollen neue Einstellungstermine folgen.

Einarbeitung im 24-monatigen Traineeprogramm

Die Bachelor-Absolventinnen und -absolventen werden derzeit in einem 24-monatigen Traineeprogramm auf ihre zukünftige Prüfungstätigkeit vorbereitet. Die Einarbeitung findet zentral am Finanzamt Bad Homburg und den beiden Offenbacher Finanzämtern statt. Im ersten Jahr des Traineeprogramms lernen die Betriebswirtinnen und Betriebswirte schwerpunktmäßig den Innendienst im Finanzamt kennen. Daneben absolvieren sie auch Stationen in anderen Bereichen der Oberfinanzdirektion in Frankfurt. Sie lernen die Arbeit der Bußgeld- und Strafsachenstelle und der Vollstreckungsstelle kennen. Im zweiten Jahr des Traineeprogramms erfolgt anschließend die vollumfängliche Ausbildung der neuen Kolleginnen und Kollegen zur Betriebsprüferin beziehungsweise zum Betriebsprüfer. Dabei werden sie von Mentorinnen und Mentoren eng betreut und begleitet.

Übrigens:

Wie schlagkräftig Hessens Betriebsprüfung bereits heute ist, lässt sich bereits an einer Zahl sehr gut ablesen: Die Betriebsprüferinnen und -prüfer tragen mit ihrem steuerlichen Mehrergebnis von durchschnittlich rund 2 Milliarden Euro jährlich maßgeblich zum Steueraufkommen bei.

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