Im Frühjahr dieses Jahres machten sich Wildschweine auf dem Rasenplatz des SV Wolfgruben-Wilhelmshütte breit. Das Ergebnis: Rund 50 Prozent des Platzes wurden durch die Tiere umgegraben, der Platz war in der Folge unbespielbar. Dies stellte den Verein nicht nur vor logistische Herausforderungen – die Fußballmannschaften mussten auf anderen Plätzen trainieren und spielen – sondern auch vor finanzielle. Rund 25.000 Euro kostete die Sanierung. „Hier haben alle angepackt. Es wurde gespendet und viele Vereinsmitglieder haben einen Großteil der Sanierungsmaßnahme in Eigenleistung erbracht. Vor so viel Engagement und Zusammengehörigkeit kann man nur den Hut ziehen. Auch dadurch zeichnet sich das große ehrenamtliche Wirken innerhalb des Vereins aus“, fand Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute anerkennende Worte.
Mit 6.000 Euro beteiligt sich das Land an den Kosten. Die Gelder stammen überwiegend aus dem Programm „Weiterführung der Vereinsarbeit“. 1.000 Euro der Gesamtsumme brachte Thomas Schäfer aus Lottomitteln des Finanzministeriums mit. „Funktionierende Sportstätten sind das A und O für einen Verein. Klar, dass die Landesregierung auch in so einem Fall gerne hilft, zumal für die Kraft der Natur in diesem Fall nun wirklich hier vor Ort niemand etwas kann“, so der Minister.
Seit rund vier Wochen ist die Sanierungsmaßnahme abgeschlossen, der Platz schon bald wieder bespielbar. „Dass es auf einem Fußballplatz manchmal wild zugeht, ist hinlänglich bekannt. Dass dann aber Wildschweine eine Nacht lang das Geschehen auf dem Platz dominieren, ist jedenfalls hier vor Ort ein Novum. Ich denke, alle sind mittlerweile erleichtert, dass man gemeinsam diese Herkulesaufgabe gut bewältigt hat. Einen Platz in der Vereinschronik hat der Überfall der ungebetenen Gäste mit Sicherheit. Und vielleicht lässt sich ja noch herausbekommen, ob in jener Nacht im März sogar elf Wildscheine auf dem Platz standen“, so der Finanzminister augenzwinkernd zum Abschluss seiner Rede.

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