Langjähriger ehrenamtlicher Kommunalpolitiker und treibende Kraft im lokalen Vereinswesen: Das ist Wolfgang Rhiel aus Amöneburg-Erfurtshausen. Er ist seit heute Träger des vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstordens in der Ordensstufe „Verdienstkreuz am Bande“. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und die Landrätin des Kreises Marburg-Biedenkopf, Kirsten Fründt, haben ihm das Ehrenabzeichen in Marburg überreicht. „Unsere Demokratie lebt von Menschen, die sich uneigennützig für die Gesellschaft engagieren. Besonders bedeutsam ist dies für die Kommunalpolitik, denn ein gut funktionierendes Gemeinwesen vor Ort ist ein wichtiger Gradmesser für die Bürgerinnen und Bürger. Sehr geehrter Herr Rhiel, Sie haben sich beispielgebend für die Entwicklung von Erfurtshausen eingesetzt“, erklärte der Minister an den Geehrten gerichtet. In vorbildlicher Weise habe Rhiel einen Großteil seiner Freizeit aufgewendet, um mit dafür zu sorgen, dass sich die Menschen in dem Amöneburger Stadtteil wohlfühlen können, betonte Schäfer.
„Sehr geehrter Herr Rhiel, wenn man sich Ihren Lebenslauf und Ihr Wirken genauer ansieht, erkennt man ein Muster“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. „Alles was Sie in den letzten Jahrzehnten für Amöneburg und den Stadtteil Erfurtshausen getan haben, taten Sie mit Leidenschaft und Liebe, um Ihre Heimat schöner und lebenswerter zu machen. Menschen wie Sie, die sich für ihre Kommunen auf so vielfältige Weise einsetzen, erfüllen unsere Demokratie erst mit Leben und stärken unser Gemeinwesen.“ 

Zur Person:

Wolfgang Rhiel, geboren 1960, absolvierte eine Ausbildung zum Landwirt im väterlichen Betrieb, in dem er bis 1994 tätig war. Zudem durchlief er von 1992 bis 1994 eine weitere Ausbildung zum Tischler. In diesem Beruf ist er seitdem beschäftigt.
Der Geehrte ist seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv: Seit 1987 ist er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Amöneburg und war dabei von 2006 bis 2012 Stadtverordnetenvorsteher. Von 2001 bis 2006 war er zudem Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Ebenfalls seit 1987 ist er Mitglied im Ortsbeirat von Erfurtshausen. Dort war er bis 1991 zunächst Schriftführer und wurde dann 1995 stellvertretender Ortsvorsteher. Seitdem ist Rhiel Ortsvorsteher von Erfurtshausen. Der Geehrte hat sich als vorausschauender Kommunalpolitiker erwiesen, der die Weiterentwicklung seines Heimatortes maßgeblich unterstützt hat. So hat er beispielweise in den kommunalen Gremien lange dafür geworben, das alte Dorfgemeinschaftshaus umbauen zu können. Dies konnte im Jahre 2009 – auch dank seines tatkräftigen Arbeitseinsatzes – umgesetzt werden. Für den Betrieb des neuen Bürgerhauses hat sich zudem eine Aktiv-Gemeinschaft gegründet, in deren Vorstand Rhiel sich engagiert. Ferner hat sich der Geehrte sehr für die seit 2010 laufende Dorferneuerung eingesetzt, in deren Rahmen Erfurtshausen zu einem Bioenergiedorf geworden ist.
Rhiel wirkt außenordentlich engagiert an Aktionen der örtlichen Vereine mit, um den Gedanken der Vereinsgemeinschaft zu unterstützen und das soziale Miteinander innerhalb der dörflichen Gemeinschaft zu fördern. Dank seiner ehrenamtlichen Arbeit ist die Dorfgemeinschaft zu einer wichtigen Institution in Erfurtshausen zusammengewachsen. Immer wieder stellt der Geehrte auch private Flächen zur Verfügung, damit sie für verschiedenste Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft und von Vereinen genutzt werden können. Darüber hinaus engagiert er sich seit 1988 in verschiedenen Funktionen bei der Freiwilligen Feuerwehr Erfurtshausen. In der Kolpingfamilie Erfurtshausen war Rhiel in den Jahren 2004 und 2005 Zweiter Vorsitzender und ist dort seitdem als Schriftführer tätig. Zu den weiteren von Rhiel unterstützten Vereinen gehören auch der Sportverein, der Musikverein, der Verschönerungsverein und der Kulturspektakelverein von Erfurtshausen.

Das soziale Miteinander in Erfurtshausen stärken

„Werter Herr Rhiel, wenn es darum geht, das soziale Miteinander in Erfurtshausen zu stärken, so ist auf Sie Verlass. Und weil ein solch umfassendes Engagement keineswegs selbstverständlich ist, möchten wir Ihnen heute dafür ganz herzlich danken – verbunden mit der Hoffnung, dass Sie auch zukünftig Ihre Ehrenämter mit so viel Begeisterung ausüben werden“, sagte Schäfer zum Abschluss seiner Laudatio.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag