„Ohne uns läuft nichts. Das sagen wir durchaus selbstbewusst über die Arbeit der Hessischen Finanzverwaltung. Ohne Steuern ist eben kein Staat zu machen – und auch nicht ohne die, die hinter denen her sind, die Steuern nicht so zahlen, wie sie sollten. Hessen ist im Einsatz für Steuergerechtigkeit und gegen Steuerkriminalität ganz vorne mit dabei", sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in Wiesbaden. Den Haushaltsausschuss des Hessischen Landtags informierte er über die Arbeit der Hessischen Steuerverwaltung im vergangenen Jahr.

Hessens Finanzverwaltung prüft häufiger als andere Länder

Einkommensmillionäre werden in Hessen häufiger geprüft, als in anderen Ländern. „Einkommensmillionäre müssen in Hessen häufiger als andernorts mit einem Hausbesuch von uns rechnen. Die Prüfdichte liegt seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau und ist dabei deutlich besser als der Bundesschnitt. 2016 lag die Prüfdichte in Hessen bei 15,2 Prozent, im bundesweiten Schnitt lediglich bei 10,3 Prozent“, berichtete der Finanzminister. Dies geschehe zusätzlich zu den Prüfschritten der regulären Veranlagung, die jeder Steuerpflichtige durchlaufe. „Durch unsere zusätzlichen Prüfungen bei den Einkommensmillionären konnten über 15 Millionen Euro eingenommen werden.“

„Uns geht es nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen. Unsere Prüfer verstehen sich auch als verlässliche und faire Ansprechpartner. Ihre Aufgabe ist es aber schon, ganz genau hinzugucken“, so Schäfer.

Das haben im vergangenen Jahr auch Hessens Betriebsprüfer wieder getan: Sie haben über 15.600 Prüfungen vorgenommen. „Hessen setzt dabei eine klare Priorität bei den steueraufkommensstarken Großbetrieben, also großen Unternehmen und Banken. Allein bei ihnen kamen durch die Prüfungen des vergangenen Jahres fast 2 Milliarden Euro zusammen. Insgesamt konnten die Betriebsprüfer Mehreinnahmen von über 2,2 Milliarden Euro für die Gemeinschaft erzielen“, erklärte Finanzminister Schäfer. „Der Prüfungsturnus ist bei Großbetrieben mit Abstand am engsten. Auch hier liegt Hessen in der Spitzengruppe der Länder. Aber egal ob Groß-, Mittel-, Klein- oder Kleinstbetrieb: Unsere Zahlen sind dabei stets besser als der Bundesschnitt.“

Im Kampf gegen Steuerkriminalität hat auch die Steuerfahndung 2016 wieder ganze Arbeit geleistet. „Unsere Fahnder haben ein Mehrergebnis von über 276 Millionen Euro erzielt und über 4.200 Ermittlungsaufträge abgeschlossen. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie schlagkräftig unsere Truppe ist“, betonte Schäfer.

Doppelhaushalt setzt weiteres Signal für Steuergerechtigkeit

„Der Blick zurück ist gut, der Ausblick nach vorne noch wichtiger. Ausruhen auf Erfolgen können und wollen wir uns nicht. Deshalb setzen wir auch mit dem Doppelhaushalt ein weiteres starkes Signal für Steuergerechtigkeit“, so der Finanzminister. „Wir stellen 2018 und 2019 jeweils 700 neue Anwärterinnen und Anwärter ein – so viel wie nie zuvor. Damit erhöhen wir gleichzeitig auch die Zahl der Betriebsprüfer erneut um 100. Hessens Steuerverwaltung ist und bleibt gut aufgestellt! Der Leitgedanke unserer Steuerpolitik lautet: ‚Gegen Betrüger, gegen Trickser. Einfach gerecht.‘ Die Zahlen belegen, dass wir dem auch Taten folgen lassen.“

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