Klaus-Peter Müller, ehemaliger Vorstandssprecher und bis vor wenigen Wochen Aufsichtsratschef der Commerzbank AG wurde heute in Frankfurt offiziell verabschiedet. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer würdigte in seiner Laudatio im Audimax der Frankfurt School of Finance & Management den Banker und Menschen Klaus-Peter Müller und überreichte ihm eine besondere Auszeichnung: den Hessischen Verdienstorden für seine Verdienste um das Land und seine Bevölkerung.
 „Teamfähig, umgänglich, offen für Menschen und ihre Bedürfnisse, eine rheinisch-unbefangene und zupackende Art, Motivationskünstler und Kumpeltyp – dies sind nur einige der Beschreibungen, die man über Klaus-Peter Müller in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten lesen durfte und viel wichtiger: Es sind Attribute, die die allermeisten Ihrer ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Ihnen schätzen. Darin kommt vor allen Dingen eines zum Ausdruck: Großer Respekt für Ihr menschliches Auftreten und Ihre geleistete Arbeit. Dieser Respekt wird Ihnen heute noch einmal in ganz besonderer Weise gewährt“, sagte Finanzminister Schäfer an Klaus-Peter Müller gewandt.
Schäfer weiter: „Durch Ihr großes Engagement, etwa im wirtschafts- und finanzpolitischen, aber auch im zivilgesellschaftlichen Bereich haben Sie sich nicht nur um die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht, sondern auch um das Bundesland Hessen. Im Namen des Ministerpräsidenten darf ich Sie deshalb mit dem Hessischen Verdienstorden ehren. Und wenn ich das anfügen darf: Es freut mich besonders, dass ich diese Auszeichnung meinem ehemaligen Chef überreichen darf.“

Über den Geehrten

Klaus-Peter Müller wurde 1944 in der Eifel geboren, nach seiner Ausbildung und dem Wehrdienst fing der Oberstleutnant der Reserve im Alter von 22 Jahren bei der Commerzbank an und blieb dort sein gesamtes Berufsleben. Nach verschiedenen Aufgaben in Düsseldorf und New York übernahm er 1986 die Leitung der Abteilung Firmenkunden in der Frankfurter Zentrale. Ende 1990 trat Müller in den Vorstand ein, wurde im Jahr 2001 Vorstandssprecher und 2008 Aufsichtsratsvorsitzender. Zahlreiche Mitgliedschaften und Auszeichnungen stehen für das Engagement von Hans-Peter Müller. So ist er etwa seit 2011 Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes. Im Jahr 2007 wurde Klaus-Peter Müller eine Honorarprofessur an der Frankfurt School of Finance & Management verliehen. Der ehemalige Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken ist zugleich Ehrenvorsitzender des Stiftungsrats der Frankfurt School of Finance and Management, Vorsitzender der Commerzbank-Stiftung und seit kurzem auch Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Commerzbank.    
„50 Jahre haben Sie die Luft der Commerzbank geatmet wie kaum ein anderer. Und Sie haben diese Bank 28 lange Jahre auf höchster Ebene geprägt wie kaum ein anderer. Ihr Talent und Ihr Wissen haben Sie in viele andere Funktionen eingebracht, etwa seit dem Jahr 2008 fünf Jahre lang in der vom Bundesministerium der Justiz eingesetzten Regierungskommission für gute Unternehmensführung. Eine gute Unternehmensführung lag Ihnen stets am Herzen. Ihr großer Einsatz für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nur ein Beispiel. Zivilgesellschaftlich haben Sie sich auf ganz vielfältige Art und Weise für Sport und Bildung eingesetzt, auch und gerade in Frankfurt. Ihre guten Beziehungen zu den Kirchen und der Bundeswehr haben viel Fruchtbares für unsere Gesellschaft hinterlassen und auch als Bankenpräsident haben Sie sich als unnachgiebiger Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft sowie als Vordenker für Reformen in der Finanzwirtschaft und Bildungspolitik einen hochgeschätzten Namen gemacht“, fand Hessens Finanzminister lobende Worte und wünschte Klaus-Peter Müller alles Gute: „Nach wie vor sind Sie in verschiedenen Gremien aktiv und mit Aufgaben betraut. Doch ohne die Last der ganz großen beruflichen Verantwortung schmeckt die Bratwurst im Fußballstadion oder das Alt an Karneval in Düsseldorf vielleicht etwas mehr nach wirklich freier Zeit. Durchatmen, mit Freude nach vorne blicken und sich dabei Vergangenes bewahren. Diesen Dreiklang wünsche ich Ihnen.“          

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