„Die Abkürzung LFA steht nicht nur für Länderfinanzausgleich, sondern auch für ‚Leider für Andere‘! 2017 mussten die Hessinnen und Hessen von ihrem Steuergeld leider für andere so viel Geld wie seit neun Jahren nicht mehr abgeben: über 2,5 Milliarden Euro. Wie schon im Jahr zuvor musste Hessen auch 2017 dabei wieder die größte Steigerung aller Zahlerländer verkraften und über 252 Millionen Euro mehr abgeben als 2016“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in Wiesbaden. Er stellte die Bilanz der Zahlungen in den Länderfinanzausgleich für 2017 vor. „Kein Land musste binnen einen Jahres so viel mehr aufwenden.“

Die Zahlungen zugunsten ärmerer Bundesländer stiegen von 2,26 Milliarden Euro 2016 auf 2,51 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr. Zuletzt musste das Land 2008 eine ähnlich hohe Summe in den Ausgleich einzahlen.

„Jede Hessin und jeder Hesse hat im vergangenen Jahr 406 Euro an andere Bundesländer abgegeben. Das sind pro Kopf nochmals 40 Euro mehr als 2016“, so Schäfer. „Wir geben gerne etwas unserer Finanzkraft für andere ab. Bei diesen stetig steigenden Summen muss ich aber klar sagen, dass leider zu viel von dem von Hessinnen und Hessen erbarbeiteten Geld an andere geht.“

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