Hoch hinaus beim Klimaschutz: Staatsminister Dr. Thomas Schäfer weihte heute die rund 410m² große Solarstromanlage auf dem Dach des Erweiterungsbaus des Finanzministeriums ein. „Im Rahmen der ‚CO2-neutralen Landesverwaltung‘ setzt die Landesregierung neben Effizienzmaßnahmen auf regenerative Energiequellen. Flächendeckend beziehen unsere Landesdienststellen bereits zu 100 Prozent Ökostrom. Nun bekommt das Finanzministerium als erstes hessisches Ministerium eine eigene Solarstromanlage. Die Sonne, die uns in der kommenden Zeit hoffentlich wieder ein bisschen häufiger aufs Dach scheint, machen wir dann tagtäglich nutzbar – für den Umweltschutz in Hessen“, erklärte Dr. Thomas Schäfer.

Nachhaltiger Klimaschutz und Ressourcenverbrauch

Der Erweiterungsbau des Finanzministeriums, der vor rund zwei Jahren feierlich eingeweiht wurde, erfüllt als sogenanntes Passivhaus modernste Anforderungen im Hinblick auf eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Gebäudenutzung. Mit der neuen Solarstromanlage kommt nun ein weiterer Aspekt für nachhaltigen Klimaschutz und Ressourcenverbrauch hinzu. Bis zu 40 Prozent des Strombedarfs des Erweiterungsbaus sollen zukünftig durch die neue Solarstromanlage, die über eine Leistung von rund 72,3 Kilowatt-Peak (kWp) verfügt, gedeckt werden. Die Kosten der Anlage von circa 230.000 Euro werden aus dem „CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm (COME)“ bezahlt. „Das COME-Programm ist ein wichtiger Baustein, um die Emissionen im Bereich der Gebäude zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Bis Ende 2018 investiert das Land auf diese Weise 160 Millionen Euro in die energetische Sanierung seiner Bestandsbauten“, so der Finanzminister. Landesweit konnten seit dem Jahr 2012 im Übrigen insgesamt 57 Liegenschaften des Landes energetisch saniert werden, 11 Bauprojekte befinden sich noch in Ausführung.

„Wer dem Finanzministerium schon immer einmal aufs Dach steigen wollte, der hatte heute sicherlich eine vorzügliche Gelegenheit dazu“, sagte Dr. Thomas Schäfer augenzwinkernd und bemerkte: „Von hier oben auf dem Dach hat man einen weiten Ausblick – ein solcher ist auch beim Umweltschutz und Ressourcensparen von Vorteil. Will heißen: Gebäude, die energetisch auf dem neuesten Stand sind, sparen nicht nur CO2 ein, sondern auf Sicht auch Geld. Daher sind die getätigten Investitionen doppelt sinnvoll. Für die Umwelt und für den Geldbeutel. So verbinden wir klug Ökonomie und Ökologie!“, betonte der Finanzminister. „Dass auch die obersten Landesbehörden beim Klimaschutz vorangehen, ist nicht nur wichtig für die Akzeptanz der ‚CO2-neutralen Landesverwaltung‘ unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Landesverwaltung, es ist zugleich auch unverzichtbar, möchten wir unser ehrgeiziges Ziel einer klimaneutral arbeitenden Verwaltung ab dem Jahr 2030 erreichen.“

Hintergrund:

Bis zum Jahr 2030 soll die gesamte Landesverwaltung CO2-neutral arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Landesregierung die „CO2-neutrale Landesverwaltung“ gestartet – eine Maßnahme der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes, welche federführend für die gesamte Landesverwaltung vom Hessischen Ministerium der Finanzen betreut wird. Ziel ist es, den Kohlendioxid-Ausstoß der hessischen Landesverwaltung weitgehend zu reduzieren und den verbleibenden Energieverbrauch möglichst durch erneuerbare Energieträger zu decken. Die verbleibenden restlichen Emissionen werden schließlich durch Kompensationsmaßnahmen klimaneutral gestellt.

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