Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat im Rahmen der Zukunftswochen der Landesregierung das neue Lehr-, Lern- und Prüfungszentrum MEDICUM des Fachbereichs Medizin der Frankfurter Goethe-Universität besucht: „Das Zentrum steht für eine hochmoderne und exzellente Ärzteausbildung. Mit dem neuen MEDICUM am Frankfurter Fachbereich Medizin wurden die Grundlagen für eine Ärzteausbildung auf weiterhin höchstem Niveau gelegt. Hier finden wir Rahmenbedingungen, die anschaulich zeigen: Auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung nimmt Hessen eine bundesweite Spitzenposition ein!“
Um auch in Zukunft am Standort der Uniklinik Frankfurt eine sehr gute Ärzteausbildung bieten zu können, begann das Land Hessen 2013 mit dem Bau des Lehr-, Lern- und Prüfungszentrums MEDICUM und im darauf folgenden Jahr mit dem Bau des neuen Hörsaalgebäudes AUDIMAX. Mit beiden Gebäuden wurden dringend benötigte, zusätzliche Flächen für eine zeitgemäße Lehre geschaffen, die für den Fachbereich Medizin eine unmittelbare und deutliche Verbesserung der Studienbedingungen darstellen. Die Neubauten dienen der Verbesserung der Ausbildungsbedingungen am Fachbereich Medizin. Das MEDICUM beherbergt ein Simulations- und Prüfungszentrum, ein Seminarraumzentrum, einen Computer- und Prüfungssaal sowie Räume für das Dekanat. Besonders beeindruckt zeigte sich Hessens Finanzminister vom Simulationszentrum. „Wenn es um den Erwerb klinisch-praktischer Kompetenzen geht, dann ist das neue Simulationszentrum die Herzkammer der Ärzteausbildung im Bereich der Humanmedizin an der Uniklinik in Frankfurt.“ In den Räumlichkeiten des Frankfurter Interdisziplinären Simulationstrainings (FIneST) finden die angehenden Ärzte ein Simulationskrankenhaus vor, in dem sie an Puppen und Simulationspatienten die praktisch-medizinische Versorgung erlernen können.  

Zu den drei universitätsmedizinischen Standorten in Hessen

„Neben Marburg und Gießen gehört Frankfurt zu den drei universitätsmedizinischen Standorten in Hessen, die über eine große Tradition verfügen. Sie sind fest in der jeweiligen Region verwurzelt. Das Land trägt dafür Sorge, dass die universitätsmedizinischen Einrichtungen ihre Aufgaben zur Unterstützung des Fachbereichs Medizin und in der Krankenversorgung erfüllen können. Kurzum: Das Land nimmt gerne viel Geld in Hand, damit kranke Menschen bei ihren Ärzten in guten Händen sind“, erklärte heute Thomas Schäfer an die Verantwortlichen des Lehr-, Lern- und Prüfungszentrums MEDICUM gerichtet
Die Baukomplexe MEDICUM und AUDIMAX wurden größtenteils durch das Land Hessen im Rahmen des Hochschulinvestitionsprogramms HEUREKA finanziert. Die Gesamtbaukosten inklusive Geräteerstausstattung belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, davon entfallen circa 19 Millionen Euro auf das MEDICUM und 11 Millionen Euro auf das AUDIMAX. Der Fachbereich beteiligte sich dabei selbst mit rund 5,35 Millionen Euro. „Mit dem Hochschulbauprogramm HEUREKA hat die Hessische Landesregierung die Hochschulinfrastruktur in einer Art und Weise vorangebracht, die bundesweit Beachtung gefunden hat. Das 2008 mit 3 Milliarden Euro bis 2019 aufgelegte Programm wurde von der Landesregierung 2014 bis zum Jahr 2026 verlängert und um eine weitere Milliarde Euro aufgestockt“, berichtete der Finanzminister, der in diesem Zusammenhang auch auf weitere Programme des Landes, wie etwa den Hessischen Hochschulpakt, einging: „Mit einer Ausstattung von neun Milliarden Euro garantiert der Hochschulpakt den Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften finanzielle Planungssicherheit bis ins Jahr 2020. Das ist die größte Summe, über die die Hochschulen jemals verfügen konnten. Diese Investitionen in Forschung und wissenschaftliche Bildung sind die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft und sichern Hessen eine Spitzenposition im Ländervergleich.“ Eine herausragende Förderung der Wissenschaft sei zudem das Landesexzellenzprogramm LOEWE, mit dem im Zeitraum 2008 bis 2017 mehr als 1,5 Milliarden Euro in die 13 Forschungszentren und 49 Forschungsschwerpunkte in Hessen investiert wurden.

Hintergrund:

„Bereit für Morgen“: Unter diesem Motto startete die Hessische Landesregierung im Januar ihre Zukunftswochen. Minister und Staatssekretäre besuchen seitdem eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen, Projekte und Institutionen, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes stehen. Dabei informieren sie sich auch über künftige Anforderungen an die Politik sowie über Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Im April stehen die Zukunftswochen unter dem Thema „Bildung, Wissenschaft und Forschung“. 

Links:
Weitere Informationen zu den Zukunftswochen der Hessischen Landesregierung.

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