„Lesen Sie Kindern vor. Vorlesen stärkt das Sprachvermögen, weckt Neugier auf Geschriebenes und ist darüber hinaus wichtig für die emotionale Entwicklung. Mit kaum einer anderen Tätigkeit kann man Kinder so wirksam und umfassend fördern“, erklärte Hessens Familienminister Stefan Grüttner heute in Hohenroda-Ausbach. Mit einer Vorlesestunde in der Kindertagesstätte Pfiffikus machte der Minister am „Bundesweiten Vorlesetag“, einer Initiative der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutsche Bahn Stiftung, darauf aufmerksam, wie wichtig Vorlesen und Lesen für die Sprachkompetenz und damit für die gesamte Entwicklung von Kindern sind. Als Lektüre hatte er den Kindern das Buch „Gesucht! Henri, der Bücherdieb“ von Emily MacKenzie mitgebracht.

Rund um den offiziellen bundesweiten Vorlesetag am 17. November engagieren sich die Mitglieder der Hessischen Landesregierung zum zwölften Mal in Folge mit eigenen Vorleseaktionen. Insgesamt können sich die Kinder in 19 Einrichtungen in ganz Hessen auf spannende Geschichten freuen.

„Kinder müssen früh auf das Abenteuer Lesen neugierig gemacht werden“, sagte der Minister. „Vorlesen und Lesen sind wichtige Elemente, um Phantasie und Kreativität anzuregen sowie die Aufnahme komplexer Sachverhalte einzuüben und den Wortschatz der Kinder auszubauen.“ Kinder, denen häufig vorgelesen werde, könnten sich besser konzentrieren und ausdrücken. Beobachtungsgabe und Gedächtnis würden geschult sowie Medienkompetenz vermittelt. „Lesen macht die Kindheit stark. Es führt zur Selbständigkeit, stärkt das eigene Urteilsvermögen und begleitet junge Menschen auf dem Weg hin zum mündigen Bürger”, so Stefan Grüttner.

Zentrale Bestandteile im Bildungsauftrag

Sprach- und Leseförderung sind zentrale Bestandteile im Bildungsauftrag der hessischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Sie stehen daher auch im Zentrum des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren. „Der Erwerb der Sprachkompetenz ist die wesentliche Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg“, betonte der Minister. Dabei gehe es vor allem um frühe kindliche Erfahrungen und Kompetenzen rund um Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur. Das Kind erwerbe Freude am Sprechen, am Dialog und lerne, sich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen.

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