Die Expertenkommission „Hessen hat Familiensinn“ trat heute bereits zum fünften Mal zusammen, um sich über die Umsetzung von Handlungsempfehlungen für die Familienpolitik weiter abzustimmen. Familienminister Grüttner erklärte, dass den Worten bereits „viele Taten gefolgt“ seien. „Wir haben in diesem Jahr schon eine zweistellige Zahl an Veranstaltungen zum Thema Sicherheitsberatungen in ganz Hessen ausgerichtet. Von Trickbetrug über Ernährung bis hin zu Versicherungsfragen waren viele bedeutende Themen dabei. Die rege Teilnahme vor Ort zeigt, dass die Empfehlungen aus den Dialogen heraus den Nerv der Zeit getroffen haben. Wir werden das Angebot daher in 2019 weiter ausbauen.“

Zentrale Online-Plattform in Arbeit

Ebenfalls in Arbeit befindet sich die zentrale Online-Plattform „Hessen hat Familiensinn“. Die Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer, die die Kommission gemeinsam mit dem Minister leitete, sagte diesbezüglich: „Der bürgernahe Ansatz, den die Webseite verfolgt, gefällt mir ausgesprochen gut. Man merkt, dass die Plattform ganz klar darauf ausgelegt ist, Familien in konkreten Alltagssituationen gezielt zu unterstützen. Ich bin gespannt auf die Fertigstellung im kommenden Jahr.“

Als weiterer Schritt zur Unterstützung hessischer Familien präsentierten Schäfer und Grüttner drei Servicepostkarten, die künftig in ganz Hessen verteilt werden. Grüttner betonte dabei: „Mit den Postkarten folgen wir dem Wunsch der Teilnehmer in den Dialogforen, Informationen zu wichtigen Themen kompakt und einfach zur Verfügung gestellt zu bekommen. Den Anfang machen hierbei die Themen „Pflege“, „Angebote für Kinder und Jugendliche“ sowie „Notfallrufnummern“. Die Postkarten werden ab heute in ganz Hessen verschickt. Bei guter Nachfrage werden wir das Themenspektrum fortlaufend erweitern.“ Bärbel Schäfer ergänzte: „Ich finde die Postkarten nicht nur hilfreich, sondern sie sehen auch gut aus, sodass man sie gerne mitnimmt. Dass es die Postkarte „Notfallrufnummern“ auch im Scheckkartenformat gibt, zeigt die Praxisorientierung des Projekts – ich habe mir direkt eine Karte in mein Portemonnaie gesteckt.“

Hessische Familien in ihrem Alltag unterstützen

Die Handlungsempfehlungen, aus denen die genannten, konkreten Angebote entwickelt wurden, sind das Ergebnis aus einem intensiven Dialog zwischen Politik, Fachöffentlichkeit und hessischen Bürgerinnen und Bürgern. Allesamt sind sie darauf ausgelegt, hessische Familien in ihrem Alltag zu unterstützen.

Bärbel Schäfer zeigte sich von der Arbeit insgesamt beeindruckt: „Ich bin überrascht mit welchem Tempo und in welchem Umfang die Handlungsempfehlungen in nicht einmal einem Jahr bereits in weiten Teilen umgesetzt und angepackt wurden. Das zeigt, dass Familien in der hessischen Politik eine bedeutende Rolle spielen und das Motto „Hessen hat Familiensinn“ nicht bloß leere Worte sind. Das war mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Ich habe immer gesagt, da muss auch etwas dabei herauskommen. Das ist mehr als gelungen.“ Auch die Mitglieder der Kommission bewerteten den Fortschritt vieler Maßnahmen positiv.

„In einer Welt, die sich längst von der Großfamilie und Gemeinschaft hin zur Individualisierung entwickelt hat, ist es mir ein wichtiges Anliegen, einer Vereinzelung von bspw. Seniorinnen und Senioren oder jungen Müttern und Vätern noch stärker entgegenzuwirken und Familien generationenübergreifend in ihren unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten zu unterstützen. Diesen Weg werden wir für Hessen engagiert weitergehen“, so der Minister und betonte abschließend: „Das Projekt Hessen hat Familiensinn ist ein großer Erfolg. Wir werden in Kürze eine Übersicht über die Umsetzung der Handlungsempfehlungen geben und seien Sie gewiss, dass wir auch in 2019 weiter intensiv an ihrer Umsetzung arbeiten, denn Hessen hat Familiensinn.“

Für Fragen und Anregungen steht das Postfach der eigens eingerichteten Projektstelle unter familiensinn@hsm.hessen.de zur Verfügung. Weitere Informationen und zeitnah auch die angekündigte Auswertung finden Sie auf www.hessenhatfamiliensinn.de.

Historie „Hessen hat Familiensinn“:

Im Januar 2017 hat die Kommission ihre Arbeit aufgenommen. Dazu der Minister: „Wir wollten wissen, wie wir Familien generationenübergreifend noch besser unterstützen können und wie wir bspw. Rahmenbedingungen neu oder anders setzen können, damit sich noch mehr Menschen für die Gründung einer Familie entscheiden. Denn wir möchten, dass weiterhin gilt: Hessen hat Familiensinn. Um Familien weiterhin bestmöglich zu unterstützen, haben wir diesen ergebnisoffenen Prozess eingeleitet, der auf Bürgerbeteiligung und Dialogforen sowie den Außenblick setzt. Denn gerade Menschen, die nicht unmittelbar in der politischen Verantwortung stehen, können in viele Fragestellungen eine neue Perspektive einbringen. Das hat sich als sehr wertvoll erwiesen können wir in der Rückschau heute sagen.“

2017 liefen die Dialogforen zu folgenden Themen:

  • Kinder und Jugend: „Zukunftskinder“,
  • Familie und Beruf: „Unternehmen. Familie“,
  • Leben in der Familie: „Familienwelten“,
  • Seniorinnen und Senioren: „Generation Erfahrung“.
    Mit der Kommissionsarbeit und dem Projekt wurde auch eine der Verabredungen aus dem Regierungsprogramm von BÜNDNIS90/Die GRÜNEN Hessen und der CDU Hessen, zuverlässig erfüllt.

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