Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich reist vom 6. bis 9. Mai zu Gesprächen nach Ankara. Sie wird von Abgeordneten des Hessischen Landtags begleitet. „Ich möchte die Gesprächsfäden weiterführen, die ich im vergangenen Jahr in Bursa und Istanbul aufgenommen habe, diesmal auf nationaler Ebene“, erläutert Puttrich die Zielsetzung ihres Besuchs in der Türkei. Die Türkei sei ein schwieriger und zugleich wichtiger Partner. Die Reise sei unter anderem auch ein Signal an die rund 300.000 Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Hessen leben.
Vorgesehen sind unter anderem Gespräche mit Europastaatssekretär Selim Yenel und mit dem Vorsitzenden des EU-Ausschusses im türkischen Parlament, Mehmet Kasim Gülpinar. Daneben wird es Treffen mit EU-Botschaftern und dem Leiter der EU-Delegation in Ankara sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und deutschen Einrichtungen geben.

Beziehungen zwischen Hessen und der Provinz Bursa

Zur Delegation der hessischen Europaministerin gehören die Vizepräsidentin des Hessischen Landtags Ursula Hammann, die Vorsitzende des Europaausschusses Petra Müller-Klepper, die Abgeordneten Sabine Waschke, Mürvet Öztürk, Ismail Tipi und Jan Schalauske sowie der Vorsitzende der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung, Prof. Dr. Yasar Bilgin.
„Wir haben ein großes Interesse daran, dass die Beziehungen zwischen Hessen und der Provinz Bursa, die es seit 2010 gibt, auch weiter bestehen“, betont Puttrich. „Wir wissen aber auch, dass dies nur mit Zustimmung der Zentralregierung möglich ist, denn die Gouverneure der Provinzen sind politische Beamte, die von Ankara eingesetzt werden Deshalb reise ich dorthin.“
Den Wunsch nach Fortführung der Regionalpartnerschaft hat Lucia Puttrich auch auf türkischer Seite im vergangenen Jahr gespürt, als sie unter anderem mit Izzettin Kücük, dem Gouverneur von Bursa, zusammengetroffen ist. Sein Stellvertreter Ergun Güngör hat den Hessentag in Rüsselsheim besucht und will auch in diesem Jahr nach Korbach kommen.

Ausblick

Von ihrem Besuch in Ankara erwartet sich Lucia Puttrich auch eine tiefere Einschätzung über das Land, in dem am 24. Juni sowohl Parlaments- als auch Präsidentschaftswahlen stattfinden.

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