32 Städte und Gemeinden aus Hessen erhalten Fördermittel der Europäischen Union, um kostenlose Internet-Hotspots einzurichten. Das Geld stammt aus dem Programm „WiFi4EU“, für das die EU in den nächsten Jahren insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Jede ausgewählte Kommune erhält nun einen Gutschein über 15.000 Euro. Die Summe kann verwendet werden, um kostenlose WLAN-Hotspots in Rathäusern, Bibliotheken, Museen, Parks und Plätzen oder an anderen Orten von öffentlichem Interesse einzurichten. An der ersten Ausschreibung, bei der insgesamt 42 Millionen Euro vergeben wurden, hatten sich 13.000 Kommunen aus ganz Europa beteiligt, davon 1824 aus Deutschland. Berücksichtigt wurden 2800 Gemeinden, davon 224 aus Deutschland und 32 aus Hessen.

Hohe Beteiligung aus Hessen

Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich freut sich über die hohe Beteiligung aus Hessen: „Das ist auch ein schönes Ergebnis unserer intensiven Informationspolitik. Die Hessische Landesregierung unterstützt Kommunen, Institutionen, Vereine und Unternehmen bei der Suche nach europäischen Fördermöglichkeiten.“ Die Ministerin verweist dabei auf das EU-Beratungszentrum in der Hessischen Staatskanzlei. Es ist zentraler Ansprechpartner für alle Anfragen und die Servicestelle des Landes in allen Fragen rund um EU-Förderung. Interessenten erhalten dort Auskunft über die verschiedenen europäischen Förderprogramme und Kontakt zu bestehenden Beratungseinrichtungen in Hessen sowie den Beratungsagenturen der Europäischen Kommission in Deutschland. „Das Beratungszentrum organisiert regelmäßig Regionalkonferenzen zu den Brüsseler Fördertöpfen, stellt umfangreiches Informationsmaterial bereit und hilft auch in individuellen Fällen weiter“, erläutert die Ministerin.

EU-Fördermittel aus dem Programm „WiFi4EU“ erhalten in Hessen die Landeshauptstadt Wiesbaden und die Universitätsstadt Gießen, aber auch zahlreiche mittlere und kleinere Kommunen, zum Beispiel Guxhagen (Schwalm-Eder-Kreis), Heppenheim (Kreis Bergstraße), Riedstadt (Kreis-Groß-Gerau) oder Rosbach vor der Höhe (Wetteraukreis).
Gesamtübersicht

„Die EU wird für „WiFi4EU“ in den kommenden zwei Jahren drei weitere Ausschreibungsrunden starten – das Prinzip ist ,first-come, first-served‘. Ich ermuntere die Städte und Gemeinden deshalb, sich frühzeitig zu bewerben“, sagt Europaministerin Lucia Puttrich. „Die Digitalisierung ist ein zentrales Projekt der künftigen Landesregierung, und wir sollten alle Mittel ausschöpfen, die zur Verfügung stehen.“

Links:
Allgemeine Informationen zu EU-Förderprogrammen
Informationen zu „WiFi4EU“

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