Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich nimmt zum Arbeitstreffen europäischer Staats- und Regierungsschefs zur Asylfrage in Brüssel wie folgt Stellung:
„Das Treffen in Brüssel war wichtig, weil es grundsätzlich immer sinnvoller ist, miteinander zu reden als übereinander: Ich unterstütze deshalb ausdrücklich die Bemühungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel um eine gemeinsame Lösung. Migration ist keine Frage einzelner europäischer Länder. Besondere Priorität hat der Schutz der Außengrenzen. Wir brauchen aber auch Lösungen für die Aufnahme der Menschen, die nach Europa kommen, und die Rückführung jener, die hier kein Bleiberecht haben. 
Nationale Alleingänge helfen uns im Moment ebenso wenig wie durchsichtige Versuche, die Themen Asyl und Migration zu emotionalisieren und für eigene politische Zwecke zu missbrauchen. Wer das tut, spielt Populisten und Demagogen in die Hände und gefährdet den  Zusammenhält unserer Gemeinschaft. 
Wer sich einer gemeinsamen Lösung aus nationalem Egoismus verweigert, kann nicht auf Dauer auf die Solidarität der anderen rechnen. Die Migration ist eine gewaltige Herausforderung, und auch in einem starken Europa ist die Leistungsfähigkeit begrenzt. Dabei ist Humanität ein gemeinsamer Wert, der uns Europäer verbindet.“

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