Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich hat am Freitag einen Förderbescheid des Programms „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ über 4.900 Euro an den Geschichts- und Heimatverein – Bürgerforum Glauberg übergeben. Das Geld soll dazu verwendet werden, das Gelände um die alten Schulgebäude im Ortskern so umzugestalten, dass sie zu einem attraktiven Dorfmittelpunkt werden. Das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ ist Teil der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ der Hessischen Landesregierung und fördert Projekte, die beispielgebend den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes stärken, das Miteinander der Generationen fördern und die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern.
Glauberg im Wetteraukreis hat etwa 1300 Einwohner. Die Räume der ehemaligen Schule dienen als evangelischer Kirchensaal, Gemeindebücherei und Heimatmuseum. Vereine nutzen den früheren Schulhof für ihre Feste. Mit Unterstützung des Programms „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ sollen oberer und unterer Schulhof umgestaltet und saniert werden. Dabei werden unter anderem ein Kräutergarten angelegt und Bänke aufgestellt. Angrenzende Gebäude werden in Eigenleistung neu gestrichen. Auf diese Weise soll ein Treffpunkt für Alt und Jung entstehen.

„Es gibt viele gute Gründe, auf dem Land zu leben"

„Mehr als 85 Prozent von Hessen ist ländlich geprägt. Es gibt viele gute Gründe, auf dem Land zu leben. Die Hessische Landesregierung setzt sich dafür ein, dass das Leben auf dem Land attraktiv bleibt und kümmert sich deshalb um wichtige Zukunftsprojekte. Gerade auf dem Dorf spielen aber auch Gemeinschaft und Zusammenhalt noch eine ganz besondere Rolle. Wir unterstützen dieses Projekt deshalb sehr gern, weil wir bürgerschaftliches Engagement fördern“, sagte Staatsministerin Lucia Puttrich. An dem Termin nahm auch Heiko Merz teil, der Regionalbeauftragte für Süd- und Osthessen der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“.
Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Regionen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht und investiert dafür in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel. Ein Baustein dieser Unterstützung ist das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“. Insgesamt 300.000 Euro stehen bereit, damit Vereine, Verbände und Freiwilligenagenturen, aber auch gemeinnützige Organisationen und private Initiativen ihre Ortskerne aktivieren und verschönern können. Gefördert werden Projekte von 1.000 bis zu 5.000 Euro, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes oder Ortsteils stärken, das Miteinander der Generationen fördern und die Lebensqualität dörflicher Zentren verbessern. Das kann zum Beispiel die Gestaltung einer öffentlichen Anlage sein, aber auch das gemeinsame Errichten eines Spiel- oder eines Grillplatzes. Die Resonanz auf das Programm ist bisher sehr gut.

„Wir sorgen dafür, dass die Hessinnen und Hessen überall gut leben können"

„Das Leben auf dem Land ist lebenswert. Damit das so bleibt, müssen Dorfgemeinschaften aktiv und lebendig bleiben. Aktive Bürger packen ihre Probleme selbst an und gestalten ihre Zukunft selbst. Dafür Ideen und Ausdauer gefragt – nicht selten aber auch ein finanzieller Anschub. Dafür sorgen wir jetzt“, sagt Lucia Puttrich. „Jeder zweite Hesse ist auf dem Land zu Hause. Und die Menschen leben gerne dort. Wir sorgen dafür, dass die Hessinnen und Hessen überall gut leben können, egal ob in Frankfurt oder im Kaufunger Wald.“ Mehr als zwei Drittel der Menschen ziehen das Leben auf dem Land der Großstadt vor. Das hat die repräsentative Befragung „Zukunftsmonitor 2017“ des dimap-Instituts ergeben. 93 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass sich die Landesregierung verstärkt für den ländlichen Raum einsetzt.

Hintergrund

Mit der Offensive „Land hat Zukunft“ intensiviert die Landesregierung ihre Anstrengungen, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Sie setzt hierfür 2018 und 2019 rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel ein. Gefördert werden beispielsweise Bürgerbusse zur Sicherung der Mobilität mit je 1,25 Millionen Euro pro Jahr oder Pilotprojekte zur Aktivierung von Flächen in Innenlagen, um aufgegebene Gebäude und Leerstände zu vermeiden. Auch der Ausbau freier WLAN-Hotspots in ländlichen Kommunen mit einer Summe von jährlich einer Million Euro wird unterstützt, genauso wie die medizinische Versorgung. Für das Modell „Gemeindeschwester 2.0“ stehen 3,7 Millionen Euro bereit. Die Neubesetzung von Landarztstellen fördert die Landesregierung mit einer Million Euro. Hinzu kommt eine Ergänzung der medizinischen Versorgung durch Telemedizin-Projekte.

Links:
Zur Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“

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