Die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich begrüßt den Vertrag von Aachen, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron am Dienstag unterzeichnet haben. „Der Vertrag unterstreicht, dass Deutschland und Frankreich sich in enger Partnerschaft den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen wollen. Unsere beiden Völker verbinden enge freundschaftliche Beziehungen, die auch in Zukunft ein Eckpfeiler für die gesamte Europäische Union sein werden“, sagt die Ministerin. Der Élysée-Vertrag aus dem Jahr 1963 habe einen bedeutenden Beitrag zur Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich geleistet. Der Vertrag von Aachen knüpfe hier an und sei ein Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa.

„Kein deutsch-französischer Sonderweg.“

„Der Vertrag von Aachen ist keine Abgrenzung gegenüber den übrigen EU-Mitgliedsstaaten und auch kein deutsch-französischer Sonderweg“, betont Lucia Puttrich zugleich. „Die Aussöhnung zwischen den beiden Nachbarn hat das gemeinsame Europa überhaupt erst möglich gemacht. Deutschland und Frankreich waren in den vergangenen Jahrzehnten Motor und Kern Europas und wollen das auch in Zukunft sein – gemeinsam mit allen, die Europa zukunftsfähig machen wollen.“

Deutschland und Frankreich vereinbaren im Vertrag von Aachenunter anderem eine engere Abstimmung in der Europapolitik, eine stärkere militärische Zusammenarbeit, die Abstimmung in der Wirtschaftspolitik und die zügige Umsetzung von Abkommen in den Bereichen Klima, Umwelt, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Auch die intensivere Förderung von Bürgerbegegnungen und grenzüberschreitende Projekte werden vereinbart.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag