Anlässlich des 110. Todestages von Dr. Konrad Duden hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier an den am 1. August 1911 in Wiesbaden-Sonnenberg verstorbenen Philologen und Lehrer erinnert. „Dr. Konrad Duden hat sich um die deutsche Rechtschreibung hohe Verdienste erworben. Sein Leben lang hat er sich für ihre Vereinheitlichung eingesetzt. Der Duden ist das Synonym für korrekte deutsche Rechtschreibung geworden“, unterstrich Bouffier vor dem Todestag Dudens am Freitag. „Nach wie vor ist die Rechtschreibung die Visitenkarte des Verfassers oder der Verfasserin“, so der Ministerpräsident.

Der in Lackhausen geborene Dr. Duden arbeitete knapp drei Jahrzehnte, von 1876 bis 1905, als Direktor des Königlichen Gymnasiums in Hersfeld. Dort veröffentlichte er im Jahr 1880 sein „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“. Dieses gilt als sein Hauptwerk und als Erstauflage des Dudens. Erst 1901 beschlossen Vertreter der deutschen Bundesstaaten und Österreich-Ungarns auf einer Konferenz in Berlin, die deutsche Rechtschreibung auf der Grundlage von Dudens Wörterbuch zu vereinheitlichen. 1902 verabschiedete der Deutsche Bundesrat Dudens „Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis“ für alle Bundesstaaten des Deutschen Reiches als verbindlich; Österreich-Ungarn und die Schweiz schlossen sich an.

Der Duden erschien erstmals am 7. Juli 1880. Am 12. August 2020 wurde die 28. Auflage veröffentlicht. Mit 148.000 Stichwörtern handelt es sich dabei um die bisher umfangreichste Ausgabe.

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