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13.10.2015 - Land
Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel: Hessischer Gesundheitspakt 2.0

Land unterstützt Bildung eines regionalen Gesundheitsnetzes im Werra-Meißner-Kreis mit insgesamt 100.000 Euro

Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration,  hat heute an Landrat Stefan G. Reuß vom Werra-Meißner-Kreis einen Förderbescheid über 50.000 Euro zum Aufbau eines regionalen Gesundheitsnetzes überreicht. Insgesamt erhält der Landkreis 100.000 Euro an Landeszuwendung in den Jahren 2014 und 2015 aus dem Landesprogramm „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“, das Bestandteil des Hessischen Gesundheitspaktes 2.0 ist.

„Mit diesem Projekt werden regionale Versorgungskonzepte sowie erste Vernetzungsprojekte finanziell unterstützt“ erklärte Dr. Dippel. Der Werra-Meißner-Kreis finanziert mit Hilfe der Fördermittel eine Koordinierungsstelle beim Gesundheitsamt, die ein zentrales, sektorenübergreifendes Case-Management für die Betreuung und Pflege von älteren Menschen im Landkreis schafft und gemeinsam mit den Akteuren des Gesundheitswesens und der Pflege neue, innovative Versorgungsstrukturen plant. Dippel: „Dies ist wegweisend für die medizinische und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum.“

Interdisziplinäres Zusammenwirken der Gesundheits- und Pflegeberufe

Durch die demografische Entwicklung wird mit einer Zunahme von Patientinnen und Patienten mit chronischen und mehrfachen Erkrankungen zu rechnen sein, die ein interdisziplinäres Zusammenwirken der Gesundheits- und Pflegeberufe zunehmend erforderlich machen wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der demografische Wandel landesweit nicht gleichmäßig, sondern regional und lokal differenziert vollzieht. Damit auch künftig eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung möglich ist, sind Lösungen notwendig, die sich aus der regionalen Entwicklung der Demografie und Morbidität der Bevölkerung ergeben.

„Der Werra-Meißner-Kreis hat bereits im Rahmen eines Bundesprogrammes Versorgungsanalysen erstellt und daraus ableitend einen Masterplan zur regionalen Daseinsvorsorge verabschiedet, der sich mit der Zukunft der gesundheitlichen Versorgung befasst“, erläuterte Landrat Stefan G. Reuß. „Durch den Aufbau eines regionalen Gesundheitsnetzes Werra-Meißner soll ein gestuftes, sektorenübergreifendes Betreuungssystem mit einem zentralen Case- und Care-Management mit allen Akteuren der medizinischen Versorgung sowie der Sozialplanung in der Region organisiert werden“.

"Entwicklung neuer, passgenauer Versorgungsstrukturen"

„Solche Prozesse und Entscheidungskompetenzen werden von mir gerne gefördert, weil vor Ort viel besser eingeschätzt werden kann, wie genau die Situation und wo Bedarf ist. Das Land stellt hierfür die Rahmenbedingungen“, erklärte der Staatsekretär. „Wichtig ist, dass die Akteure vor Ort von Anfang an bei der Entwicklung neuer, passgenauer Versorgungsstrukturen eingebunden werden“.

Die Förder-Regionen haben sich verpflichtet, über ihre Arbeitsergebnisse in den überregionalen Gesundheitskonferenzen nach dem Hessischen Krankenhausgesetz zu berichten. „Auf diese Weise wird ein Erfahrungsaustausch unter den Regionen organisiert“, erläuterte Dr. Dippel. Zudem können die Landkreise dort unmittelbar Einfluss auf die Planungen auf Landesebene nehmen. Auf diese Weise wird ein strukturierter Gesundheitsdialog als so genannten „Bottom-Up“-Prozess (von unten nach oben) im Land etabliert.

Themengebiet: Gesundheit, Förderung