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02.10.2015 - Land
Weitere Notunterkünfte in Waldeck-Frankenberg und Rheingau-Taunus

Das Land Hessen hat die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Rheingau-Taunus beauftragt, zwei weitere vorübergehende Notunterbringungsmöglichkeiten für provisorische Bedarfsspitzen für jeweils bis zu 1.000 Personen zu ertüchtigen, da Hessen auch in den nächsten Tagen mit weiteren Zuweisungen von asylsuchenden Personen zu rechnen hat. Zur Durchführung stehen sowohl dem Rheingau-Taunus-Kreis als auch dem Landkreis Waldeck-Frankenberg die unterstellten Katastrophenschutzeinheiten, insbesondere des Betreuungsdienstes, zur Verfügung. Die Katastrophenschutzhelfer sorgen für die Einrichtung der Unterkünfte und übernehmen zunächst die Verpflegung, Betreuung und medizinische Versorgung der Flüchtlinge. Die Kosten für die Einrichtung der Notunterkünfte werden vom Land Hessen übernommen. Zudem wird eine schnellstmögliche gewerbliche Übernahme von Aufgaben wie der Verpflegung, Betreuung und des Sanitätsdienstes angestrebt, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort zu entlasten.

„Hessen steht wie alle anderen Bundesländer auch weiterhin vor der Herausforderung, zahlreiche Unterkünfte zu schaffen, um die Menschen unterbringen zu können. Diese können zunächst nicht in bereits vorhandene hessische Einrichtungen in Hessen untergebracht werden. „Die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen ist jetzt mit rund 5.600 Menschen und die restlichen Standorte sind mit weiteren 13.000 Menschen in Hessen belegt. Wir sind auf einem guten Weg, aber insgesamt stehen Bund, Land und Kommunen vor großen Herausforderungen und diese können wir nur gemeinsam schaffen“, erläuterte Sozialminister Stefan Grüttner.

Bei den neu geschaffenen Einrichtungen im Rheingau-Taunus-Kreis sowie im Kreis Waldeck-Frankenberg handelt es sich um vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten, die dazu dienen, die weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen, die derzeit in die Länder geschickt werden, in geordnete Bahnen zu lenken. Diese sind zur Deckung von Bedarfsspitzen ausgelegt bis in den Einrichtungen den Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen (HEAE) zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Diese Unterkünfte sind keine eigenständige Außenstellen der HEAEs, sondern lediglich vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten. Die Flüchtlinge werden in diesen kurzfristig geschaffenen und vorübergehenden Unterbringungsmöglichkeiten nach gleichen Standards versorgt und betreut, wie dies in einer regulären Einrichtung der Fall ist. Das Regierungspräsidium Gießen ist aktuell dabei, mobile Teams aufzustellen, die bei den Notunterkünften vor Ort die Registrierung sowie die medizinische Versorgung übernehmen. 

Themengebiet: Flüchtlinge