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17.09.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Besuch der Reformationsstadt Homberg/Efze

Aus Anlass des im Jahr 2017 anstehenden 500-jährigen Reformationsjubiläums und den damit verbundenen Feierlichkeiten hat Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute die Reformationsstadt Homberg/Efze besucht.

Diskussion mit Schülern über Herausforderungen der Flüchtlingswelle für Schulen

Im ersten Teil seiner Stippvisite absolvierte Lorz einen Schulrundgang in der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule in Homberg und diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ über das immer stärker an Bedeutung gewinnende Thema der Beschulung von Flüchtlingskindern. Der Kultusminister wies in diesem Zusammenhang auf die großen schulischen Herausforderung der aktuellen Flüchtlingswelle hin und betonte, wie wichtig deshalb ein weltoffener und toleranter Umgang der Schulen mit den vielen „Neuzugängen“ sei: „Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die Integration der vielen neu hinzukommenden Kinder und Jugendlichen in die Schulgemeinde nicht ausschließlich positive Reaktionen hervorrufen wird. Gerade aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung und vorbildlich, dass sich Schulen wie die Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule intensiv mit ausländerfeindlichen Tendenzen beschäftigten und so etwaigen negativen Entwicklungen sofort den Nährboden entziehen. Mein Dank gilt daher allen Schülerinnen und Schülern, die sich beteiligen!“

Die Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule in Homberg/Efze ist ein Gymnasium und wird von 831 Schülerinnen und Schülern besucht. Die Schule verfügt über verschiedene Auszeichnungen, Gütesiegel und Zertifizierungen, darunter „Schule mit Schwerpunkt Musik“, „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Rundgang auf den Spuren der Reformation

Der zweite Teil des Besuchs in Homberg/Efze stand ganz im Zeichen der Reformation und des 500-jährigen Reformationsjubiläums im Jahr 2017. Zusammen mit Sabine Kropf-Brandau, Pröpstin des Sprengels Hersfeld der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, besichtigte Kultusminister Lorz die Stadtkirche St. Marien im Herzen der Altstadt, die innerhalb des hessischen Protestantismus als Beratungs- und Tagungsort eines hessischen Landtages unter Philipp I. von Hessen, genannt der Großmütige, im Oktober 1526 große Bedeutung erlangte. Im Rahmen dieses Landtages wurde die Anerkennung der Reformation durch die Fürsten und Stände in Hessen sanktioniert.

„Initiiert durch diesen Landtag und die ‚Homberger Synode‘ wurde durch Philipp den Großmütigen die Einführung der Reformation in Hessen massiv vorangetrieben. Homberg erwarb somit Bedeutung über Hessens damalige Grenzen hinaus“, so Lorz, der ergänzte: „Ich freue mich daher, dass ich als der innerhalb der Landesregierung für die Beziehung zu den Kirchen zuständige Staatsminister heute hier in der Reformationsstadt Homberg/Efze zu Gast sein darf. Hessen war eine Kernregion der reformatorischen Entwicklung, die später weltweite Bedeutung errang. Ausgehend von Homberg und Marburg haben sich die Ideen der Reformation weltweit entfaltet.“ Die Pröpstin des Sprengels Hersfeld, Sabine Kropf-Brandau schloss sich dem Kultusminister an: „Wir haben in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck einige herausragende Reformationsorte und freuen uns sehr, dass das Kultusministerium sich mit uns auf den Weg begibt zum Reformationsjubiläum 2017 von Homberg in die Welt – genau wie im Jahr 1526.“

Kultusminister Lorz informierte sich bei Kropf-Brandau zudem über die verschiedenen Veranstaltungen, die bereits im nächsten Jahr auf alle Besucher der Stadt warten. „Homberg ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, die Bürger sind auch überaus engagiert, allen Besuchern ihren Teil der Reformationsgeschichte  zu präsentieren. Ein Besuch lohnt also auf jeden Fall“, so Lorz abschließend.

Themengebiet: Hessen, Allgemeines