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17.09.2015 - Land
Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland: Hessen bundesweit Vorreiter auf dem Weg zu einer klimaneutralen Landesverwaltung

Staatssekretärin Dr. Weyland berichtet im Landtag zur „CO2-neutralen Landesverwaltung“

Bis zum Jahr 2030 soll die gesamte Landesverwaltung CO2-neutral arbeiten. Über das Projekt der Hessischen Landesregierung, das federführend beim Finanzministerium angesiedelt ist, berichtete nun Staatssekretärin Dr. Bernadette Weyland im Hessischen Landtag: „Die ‚CO2-neutrale Landesverwaltung‘ ist bundesweit ein in der Form bislang einzigartiges Projekt. Das selbstgesteckte Ziel macht uns zu einem Vorreiter auf dem Weg zur klimaneutralen Landesverwaltung.“

Damit das ehrgeizige Ziel einer klimaneutral arbeitenden Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 erreicht wird, muss der Kohlendioxid-Ausstoß der Hessischen Landesverwaltung weitgehend reduziert und der verbleibende Energieverbrauch möglichst durch erneuerbare Energieträger gedeckt werden. „Mit Hilfe unserer Eröffnungsbilanz aus dem Jahr 2008 haben wir eine Startlinie ermittelt, von der aus wir uns auf das große Ziel zubewegen. Und unsere bisherige Bilanz zeigt, dass wir die CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 2008 um stolze 46 Prozent reduzieren konnten. Doch wir wissen um die Herausforderungen auf dem weiteren Weg zur Klimaneutralität: Die letzte Tonne CO2 ist am schwersten einzusparen“, kommentierte Dr. Bernadette Weyland die Entwicklungen.

„Ein Schwerpunkt der Energieeffizienzmaßnahmen liegt vor allen Dingen im Gebäudebereich. Für die Neubauten des Landes und die energetische Sanierung der landeseigenen Bestandsgebäude wurden hohe energetische Standards gesetzt, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen. Bislang sind insgesamt 38 Projekte unter Berücksichtigung der neuen Standards in Planung oder fertiggestellt worden“, sagte Hessens Finanzstaatssekretärin, die weiter erklärte: „Nahezu alle Landesliegenschaften werden heute mit Ökostrom beliefert.“ Die später noch verbleibenden CO2-Emissionen sollen unter anderem durch den Erwerb von sogenannten CO2-Zertifikaten kompensiert werden.

Bereits rund 579 Tonnen CO2 eingespart

„Verschiedene Bausteine helfen uns, das anspruchsvolle Ziel einer klimaneutralen Landesverwaltung Stück für Stück voranzubringen. Hierzu gehört ebenso die Anschaffung von 85 Elektrofahrzeugen für unsere Landesdienststellen“, gab die Finanzstaatssekretärin bekannt. Da erhebliche Potentiale zur Energieeinsparung auch im Nutzerverhalten liegen, wird seit dem Jahr 2010 zwischen den verschiedenen Dienststellen der Landesverwaltung mit dem „Energie Cup Hessen“ außerdem ein landesweiter Energiesparwettbewerb durchgeführt. Ziel des Wettbewerbes ist es, durch energiesparendes Verhalten der Beschäftigten den Verbrauch an Strom, Heizenergie und Wasser zu senken. „Die Einsparungen bei den teilnehmenden Liegenschaften lagen zuletzt bei 13 Prozent für Strom, 6 Prozent für Heizenergie und 11 Prozent für Wasser. Wir haben damit rund 579 Tonnen CO2 und Betriebskosten in einer Größenordnung von 330.000 Euro gespart, zeigte sich Dr. Bernadette Weyland zufrieden.

„Wenn wir die Senkung der CO2-Emissionen wirklich nachhaltig erreichen möchten, dann kommen wir nicht herum, an einigen Stellen auch zu investieren. Doch die heutigen Investitionen in den Klimaschutz werden uns morgen langfristige Perspektiven und Vorteile bringen. Das sind wir, so glaube ich, schon allein unseren Kindern schuldig.“ Alleine für energetische Sanierungsmaßnahmen bei den vom Hessischen Immobilienmanagement verwalteten Landesliegenschaften stünden in Hessen in den Jahren 2012 bis 2017 rund 160 Millionen Euro bereit. „Ein energetisch verbessertes Gebäude hat einen niedrigeren Energieverbrauch und damit niedrigere Energiekosten zur Folge. Langfristig amortisieren sich also die jetzt zu tätigen Mehrkosten bei der Bau- und Anlagensanierung durch die späteren Einsparungen. Damit verbinden sich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit“, so Dr. Weyland.

Das Projekt „CO2-neutrale Landesverwaltung“ ist Teil der „Nachhaltigkeitsstrategie Hessen“, die von der Landesregierung im Jahr 2008 ins Leben gerufen wurde. Die „CO2-neutrale Landesverwaltung“ wurde als eines der 18 Startobjekte in der 2. Nachhaltigkeitskonferenz am 3. Juni 2009 beschlossen und findet bundesweit große Beachtung: Im Juli 2013 wurde es als Best-Practice-Beispiel für Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und auf EU-Ebene von der Bertelsmann Stiftung gewürdigt. 

Themengebiet: Umwelt, Finanzen