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14.09.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Land Hessen schafft vorübergehende Flüchtlingsunterkunft in Wetzlar

Mit der Errichtung des Gebäudes auf dem Gelände der THW (Technischen Hilfswerk)-Ortsvereinigung Wetzlar in der Sportparkstraße kann vorübergehend für Bedarfsspitzen eine weitere feste Unterkunft für Flüchtlinge in Hessen geschaffen werden. Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat heute in Wiesbaden informiert, dass in der dortigen Fahrzeughalle vorsorglich bis zu 500 Flüchtlinge untergebracht werden können. „Es ist uns in Hessen ein wichtiges Anliegen, den Menschen, die hier Schutz vor Krieg und Elend suchen, zu helfen und ihnen ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Wir sind daher froh, vorübergehend auch auf die Fahrzeughalle des THW Wetzlar zurückgreifen zu können. Das ist mit Blick auf die weiter steigenden Zahlen an Menschen, die bei uns vor Krieg Schutz suchen, derzeit erforderlich“, so Grüttner. Hessen nimmt weiterhin zusätzlich zu den regulären Zugängen Flüchtlinge aus München auf, die über Ungarn einreisen. Eine Bürgerversammlung ist für nächste Woche geplant.

Einsatzfähigkeit des THW weiterhin sichergestellt

Grüttner dankte dem THW im Namen der Hessischen Landesregierung und sagte zu, Vorkehrungen zu treffen, damit die Einsatzfähigkeit des THW weiterhin sichergestellt ist. Die eigentliche Unterkunft kann vom THW parallel genutzt werden, die Flüchtlinge werden in der Fahrzeughalle untergebracht. Ebenfalls dankte er Landrat Wolfgang Schuster und Bürgermeister Manfred Wagner: „Ihnen allen und Ihrer Flexibilität ist es zu verdanken, dass wir weiterhin die Menschen, die aus dem Krieg zu uns kommen, in einem ersten Schritt hier in Wetzlar unterbringen können.“

„Von Januar bis August 2015 haben wir in Hessen 30.382 Zugänge zu verzeichnen. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen ist jetzt schon mit rund 5.500 Menschen und die restlichen Standorte sind mit weiteren rund 8.000 Menschen in Hessen belegt. Wir müssen Gießen entlasten und weitere Unterkünfte wie hier in Weilburg einrichten. Insgesamt stehen Bund, Land und Kommunen vor großen Herausforderungen und diese können wir nur gemeinsam schaffen“, erläuterte Sozialminister Stefan Grüttner.

Über 500 Flüchtlinge am Wochenende aufgenommen

Aufgrund der aktuell aus Ungarn in Hessen ankommenden Flüchtlinge und den weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen und den massiven Korrekturen an den Prognosen durch das BAMF steht Hessen – wie alle anderen Bundesländer – vor der Herausforderung, Unterkünfte zu schaffen, um die Menschen unterbringen zu können. „Ich denke, die massive Korrektur des Bundes bei den Flüchtlingszahlen auf 800.000 Menschen in 2015 zeigt das Ausmaß der Herausforderung recht deutlich. Und wir haben über 500 Flüchtlinge, die aus Ungarn ausreisen durften, am Wochenende aufgenommen. Auch das haben wir geschafft, aber das sind jeden Tag für alle Beteiligten Herkulesaufgaben“, so Grüttner.

Themengebiet: Integration, Flüchtlinge