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10.09.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Freiheit ist nichts Selbstverständliches, sondern muss immer wieder neu erfahren und erarbeitet werden

Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung laden die Hessische Staatskanzlei und die Hertie-Stiftung 50 hessische Schulklassen ein, sich mit der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und deren Überwindung zu beschäftigen.

Der Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung sind für Schülerinnen und Schüler historische Ereignisse, die lange vor ihrer Geburt stattfanden und zu denen oft der persönliche Bezug fehlt. Doch Themen wie Grenzen und Flucht sind heute aktueller denn je. Wie eng diese Begriffe zusammenhängen, können hessische Schülerinnen und Schüler nun selbst erarbeiten. Anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung laden die Hessische Staatskanzlei und die Hertie-Stiftung 50 hessische Schulklassen ein, sich mit der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und deren Überwindung zu beschäftigen. Mit insgesamt 50.000 Euro finanziert die Hertie-Stiftung Klassenfahrten zur Gedenkstätte Point Alpha an der hessisch-thüringischen Grenze. Das Engagement der Hessischen Staatskanzlei erfolgt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Grenzen überwinden“ im Jahr der Bundesratspräsidentschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier.

„Point Alpha will mit seinem Angebot eine kritische Auseinandersetzung mit den Strukturen und Mechanismen des SED-Regimes fördern, da der Auseinandersetzung mit Geschichte und den Folgen dieser Diktatur, ihren Strukturen, Akteuren und Opfern ein hoher Stellenwert für unsere Demokratie zukommt“, erklärte Kultusminister Prof. R. Alexander Lorz. „Freiheit ist nichts Selbstverständliches, nichts in Stein Gemeißeltes, sondern muss immer wieder neu erfahren und erarbeitet werden.“ Gerade das Wissen um das Erbe zweier Diktaturen auf deutschem Boden – das nationalsozialistische Terrorregime wie die SED-Diktatur – sei eine wichtige Grundlage für das Bewusstsein des Wertes einer funktionierenden, weltoffenen und gleichsam wehrhaften Demokratie. „Point Alpha ist ein idealer Ort für die Vermittlung dieses Bewusstseins. Darum bin ich der Hertie-Stiftung dankbar für das Angebot, aus besonderem Anlass hessischen Schulen den Besuch dieses historischen Ortes wesentlich zu erleichtern.“

Große Resonanz trotz Sommerferien

Die Resonanz auf die Ausschreibung war sehr groß: Trotz Sommerferien waren die 50 Plätze für Schulen innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. „Wir freuen uns über das hohe Interesse an unserem Angebot. Als Stiftung ist die Erziehung zur Demokratie eines unserer zentralen Anliegen. Wir halten es für wichtig, der heutigen Schülergeneration sowohl die Geschichte als auch die Bedeutung der deutschen Einheit zu vermitteln“, so Dr. h.c. Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

In der Gedenkstätte Point Alpha wird Geschichte am authentischen Ort erleb- und begreifbar. Hier standen sich die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang direkt gegenüber. Die Konfrontation der beiden Militärblöcke ist durch Wachtürme, Grenzanlagen  und Ausstellungen hautnah nachfühlbar. Auch das Leben im Sperrgebiet, die Repressalien der Staatssicherheit, aber auch die friedliche Revolution werden in dem „Haus auf der Grenze“ mit Ton- und Bildmaterial präsentiert.

Links: 

Gedenkstätte Point Alpha

Themengebiet: Geschichte, Einladung