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10.09.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Land Hessen schafft weitere feste Flüchtlingsunterkunft in Weilburg

Mit der Ertüchtigung der Industriehalle in Weilburg-Waldhausen setzt die Hessische Landesregierung kontinuierlich einen weiteren Schritt, feste Unterkünfte für Flüchtlinge zu besorgen. Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat heute in Wiesbaden informiert, dass in der dortigen Halle bis zu 600 Flüchtlinge untergebracht werden können.

„Es ist uns in Hessen ein wichtiges Anliegen, die Menschen, die hier Schutz vor Krieg und Elend suchen, ordentlich unterzubringen und ein festes Dach über dem Kopf bieten zu können. Die Liegenschaft in Weilburg-Waldhausen ist in hohem Maße geeignet, da eine getrennte Unterbringung von Frauen und Kindern sowie alleinreisenden Männern möglich ist“, erklärte Grüttner. „Zusätzlich ist am Standort ein eigenes Gebäude für Verwaltung und die ärztliche Betreuung vorhanden und die Möglichkeit, einen Speisesaal einzurichten, ist ebenfalls gegeben“, betonte Grüttner. Die ersten Flüchtlinge werden am kommenden Wochenende erwartet. Eine Bürgerinformation ist für den nächsten Montag geplant, und zwar am 14. September um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Weilburg-Waldhausen.

Der Hessische Minister für Soziales und Integration bedankte sich auch bei Landrat Manfred Michel (Landkreis Limburg-Weilburg) und Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick und allen, die vor Ort an der Umsetzung der Unterbringung beteiligt sind, für die schnelle und unbürokratische Hilfe: „Es ist eine Riesenleistung der kommunalen Vertreter, wie uns hier in kurzer Zeit geholfen wird, eine solche Halle als feste Unterkunft für Flüchtlinge nutzen zu können.“

Der Landrat Manfred Michel und Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick unterstrichen ihre Bereitschaft, dem Land Hessen bei der Unterbringung zu helfen:

Zur Hilfe für Menschen in größter Not verpflichtet

„Die Hilfe für Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Gewalt ist unverzichtbar notwendig, entspricht unseren Überzeugungen von Menschenwürde und unserer christlich-humanitären Grundeinstellung. Wir selbst leben seit nunmehr 70 Jahren in Frieden, Freiheit, Wohlstand und Demokratie, dies verpflichtet uns zur Hilfe für Menschen in größter Not, und diese Hilfe ist qualifiziert zu leisten. Mit dieser Arbeit ist uns in Weilburg nunmehr aktuell eine weitere lebenswichtige Aufgabe zugewachsen, der wir uns gemeinsam stellen müssen“, so Bürgermeister Hans-Peter Schick.

Landrat Manfred Michel ergänzte: „Diese ungewöhnliche Situation in Europa verlangt ungewöhnliche Maßnahmen – auch im Landkreis Limburg-Weilburg, auch in der Stadt Weilburg. Wir sind im Landkreis Limburg-Weilburg bereit, den Menschen, die aus den Kriegsgebieten fliehen, so gut wir es können, zu helfen. Die heimische Bevölkerung  zeigt mit sehr vielen guten Hilfeleistungen, dass Flüchtlinge bei uns willkommen sind.“

Engagierter Einsatz des Hessischen Immobilienmanagements

Der Hessische Minister für Soziales und Integration lobte auch den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hessischen Immobilienmanagements für den engagierten Einsatz geeignete Liegenschaften zu finden.

„Von Januar bis August 2015 haben wir in Hessen 30.382 Zugänge zu verzeichnen. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen ist jetzt schon mit rund 5.500 Menschen und die restlichen Standorte sind mit weiteren rund 8.000 Menschen in Hessen belegt. Wir müssen Gießen entlasten und weitere Unterkünfte wie hier in Weilburg einrichten. Insgesamt stehen Bund, Land und Kommunen vor großen Herausforderungen und diese können wir nur gemeinsam schaffen“, erläuterte Sozialminister Stefan Grüttner.

Massive Korrektur des Bundes bei den Flüchtlingszahlen

Aufgrund der aktuell aus Ungarn in Hessen ankommenden Flüchtlinge und den weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen und den massiven Korrekturen an den Prognosen durch das BAMF steht Hessen – wie alle anderen Bundesländer – vor der Herausforderung, Unterkünfte zu schaffen, um die Menschen unterbringen zu können. „Ich denke, die massive Korrektur des Bundes bei den Flüchtlingszahlen auf 800.000 Menschen in 2015 zeigt das Ausmaß der Herausforderung recht deutlich. Und wir haben über 500 Flüchtlinge, die aus Ungarn ausreisen durften, am Wochenende aufgenommen. Auch das haben wir geschafft, aber das sind jeden Tag für alle Beteiligten Herkulesaufgaben“, so Grüttner.

Themengebiet: Hessen, Flüchtlinge