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02.09.2015 - Europa
Europaministerin Lucia Puttrich: Regionalpartnerschaft ist schönes Kapitel in der deutsch-französischen Erfolgsgeschichte

Für zwei Tage hat sich Europaministerin Lucia Puttrich in Hessens französischer Partnerregion aufgehalten, um sich mit Vertretern der Regionalregierung der Aquitaine über die seit 1995 bestehende Partnerschaft auszutauschen. „Unsere Regionalpartnerschaft ist ein anschauliches Zeugnis für die vielen Gemeinsamkeiten zwischen Franzosen und Deutschen. Dabei sind nicht nur die vielfältigen wirtschaftlichen und kulturellen Kooperationen erwähnenswert, sondern gerade auch das gute, freundschaftliche Klima, das zwischen den Menschen aus der Aquitaine und Hessen herrscht. Für uns Hessen ist die Partnerschaft mit der Aquitaine ein schönes Kapitel in der deutsch-französischen Erfolgsgeschichte“, sagte Puttrich nach ihrem Gespräch mit dem Präsidenten der Partnerregion, Alain Rousset.

Gutes Beispiel für gelebte Nähe in Europa

Die Kooperation der Aquitaine mit dem Land Hessen erstreckt sich vor allem auf die Schwerpunkte: Kultur, Hochschulen und Forschung, Wirtschaft, Bildung und Berufliche Bildung, Förderung der jeweiligen Partnersprache, Umwelt- und Klimaschutz sowie auf den Bereich Jugend. Die Partnerschaft habe sich im Laufe der vergangenen 20 Jahre sehr gut entwickelt, machte Puttrich deutlich. Die Kooperation Hessens mit der Aquitaine sei ein gutes Beispiel für gelebte Nähe in Europa. So arbeite die Aquitaine mit den übrigen hessischen EU-Partnerregionen in Brüssel unter dem gemeinsamen Dach der Hessischen Landesvertretung zusammen. Seit 2001 gibt es langfristige Entsendungen von Bediensteten. „Beide kümmern sich vor Ort um alle Belange unserer Regionalpartnerschaft. Die gegenseitigen Entsendungen sind aus meiner Sicht von unschätzbarem Wert für den Erfolg unserer Kooperation“, hob die Europaministerin hervor. Über 30 Schulpartnerschaften und mehrere Hochschulkooperationen runden die breite Palette der Zusammenarbeit ab.

Auf dem Programm von Ministerin Puttrich standen neben einem Gespräch mit dem für Europaangelegenheiten zuständigen Vize-Präsidenten, François Maïta, auch ein Besuch auf dem Aérocampus von Latresne sowie ein Austausch mit Catherine Veyssy, der für die Berufsausbildung zuständigen Vize-Präsidentin. Im Zentrum der Gespräche stand der Erfahrungsaustausch der Ausbildungskooperation. Im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit absolvieren deutsche Auszubildende der Fachrichtung Fluggerätemechaniker und französische Schüler bis zu acht Wochen ihrer Ausbildung in Betrieben des Partnerlandes. Der erste Ausbildungsjahrgang begann im September 2013 mit jeweils 15 Auszubildenden aus Hessen und der Aquitaine. Im Gespräch mit Jérôme Verschave, dem Leiter des Aérocampus, machte Puttrich deutlich, dass solche „Leuchtturmprojekte“ einen Beitrag zur Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Ausbildungsraumes leisten.  „Aus diesem Austauschprojekt können wertvolle Erfahrungen gewonnen werden, die in Zukunft vielleicht sogar in einer gemeinsamen deutsch-französischen Ausbildung münden. Die Zusammenarbeit mit unserer Partnerregion zeigt, wie tief die europäische Integration  schon vorangeschritten ist“, so die Ministerin.

„Zeugnis unserer hervorragenden Zusammenarbeit“

Auf dem Besuchsprogramm der Ministerin standen zudem ein Besuch des Weinforschungsinstituts „Institut des Sciences de la Vigne et du Vin“ (ISVV) sowie des Goethe Instituts in Bordeaux. „Die vielfältigen Begegnungen von Menschen aus der Aquitaine und Hessen sind ein sichtbares Zeugnis unserer hervorragenden Zusammenarbeit. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie eng und auch auf wie vielen Ebenen sich unsere Partnerschaft manifestiert“, so Puttrich abschließend.

Themengebiet: Europa, Regionalpartnerschaft