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02.09.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: MIA bringt anerkannte Asylbewerber in Ausbildung und Arbeit

Sozialminister Stefan Grüttner besucht Lehrbaustelle

„Angesichts des demografischen Wandels ist die Versorgung der Wirtschaft mit Fachkräften eine der großen Zukunftsaufgaben zur Sicherung des wirtschaftlichen und sozialen Wohlstandes“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner, der sich heute über das Projekt MIA (Migrantinnen und Migranten in Arbeit) vor Ort auf der Lehrbaustelle in Schlüchtern informierte. MIA ist ein Projekt der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern, der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH, der Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung mbH und des Kommunalen Centers für Arbeit und Soziales und soll Asylbewerber, die Arbeitslosengeld II beziehen, an das Bauhandwerk heranführen. Ziel, so der Minister,  ist es, bei den Teilnehmenden Interesse für diesen Bereich zu wecken. Dabei soll auf vorhandenen Kenntnissen und Fertigkeiten aufgebaut werden und durch begleitende Sprachfördermaßnahmen die Einstiegsschwelle in das Handwerk reduziert werden.

Über das Projekt

Das Projekt begann Mitte August mit 18 Teilnehmern zwischen 18 und 41 Jahren aus acht verschiedenen Ländern. Auf dem Lehrplan stehen Tiefbau, Stahlbeton/Bewehrung/Beton, Trockenbau, Holzbau/Schalung, Mauerwerksbau und Fliesen. Im Rahmen von Praktika werden die Teilnehmer auch praktische Erfahrungen sammeln können. Im Idealfall werden sie von ihrem Praxisbetrieb in Arbeit oder Ausbildung übernommen.

Prognosen zufolge wird Hessen bis 2030 einen Fachkräftebedarf zwischen 400.000 bis 600.000 Menschen haben. Das liegt daran, dass es weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 64 Jahren geben und die Altersstruktur der Belegschaften sich verändern wird.

Themengebiet: Soziales, Flüchtlinge