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28.08.2015 - Land
Europaministerin Lucia Puttrich spricht in polnischer Partnerregion über die Flüchtlingspolitik in Europa

Europaministerin Lucia Puttrich ist seit Mittwoch in der hessischen Partnerregion Wielkopolska (Polen) zu Gast. Mit Marschall Marek Woźniak, dem Regierungschef der polnischen Partnerregion, hat sich die hessische Europaministerin heute über die Flüchtlingsproblematik in Europa ausgetauscht.

Im Gespräch schilderte Puttrich die aktuelle Situation und die Herausforderungen, vor denen Deutschland und auch Hessen bei der Bewältigung des großen und anhaltenden Zustroms von Asylsuchenden derzeit stehen. Ihr sei bewusst, dass in Polen die Frage des Umgangs mit Flüchtlingen ausschließlich auf Ebene der Nationalregierung behandelt werde und trotzdem sei es wichtig, sich über dieses Thema auszutauschen.

Eine gemeinsame europäische Aufgabe

„Kein Land, kein Mitgliedstaat kann diese Herausforderung alleine bewältigen. Die Aufnahme von Asylsuchenden ist eine gemeinsame europäische Aufgabe, bei der alle 28 Mitgliedstaaten ihren Beitrag leisten müssen“, sagte die Europaministerin. Sie plädiere dafür, bei diesem Thema den Dialog unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu forcieren. Einige Länder in der Europäischen Union, unter ihnen auch Deutschland, verfügen über viel Erfahrung und Expertise im Umgang mit der Aufnahme und Betreuung von Asylsuchenden. Marschall Woźniak verwies darauf, dass das Thema Einwanderung und Asyl für Polen eine neue Herausforderung sei und Polen in diesem Bereich von den Erfahrungen aus Deutschland profitieren könne. Einen Austausch - insbesondere im Hinblick auf die Integration der Zuwanderer – stehe man in Polen positiv gegenüber. „Ich halte es für wichtig, dass wir unsere Erfahrung und unser Know-how über die EU auch an andere Mitgliedstaaten weitergeben. Nur wenn wir das Thema gemeinsam angehen, kann Europa erfolgreich sein“, sagte Puttrich in Posen. Sie betonte erneut die Notwendigkeit der Übernahme der Führungsrolle durch die EU-Kommission bei der Flüchtlingsfrage. „So wird ein abgestimmtes, einheitliches europaweites Handeln sichergestellt. Einer muss bei einem solchen Vorhaben den Hut aufhaben“, sagte die Europaministerin abschließend.

Themengebiet: Außenpolitik, Flüchtlinge