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26.08.2015 - Land
Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland informiert sich über neue Plattformen für Museen und Bibliotheken

Forschung und Entwicklung sind zentrale Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Deshalb hat die Hessische Landesregierung 2008 das Programm LOEWE („Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“) ins Leben gerufen. Heute besuchte Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland, im Rahmen der LOEWE-Woche der Hessischen Landesregierung, die Hochschule in Darmstadt und informierte sich über vier Projekte, für die die Landesregierung seit dem Jahr 2012 bis Ende des Jahres insgesamt rund 2 Millionen Euro bereitgestellt haben wird. „Mit dem LOEWE-Programm möchten wir die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken und wissenschaftspolitische Impulse setzen. Die Förderung der hier zu bestaunenden, neuen, virtuellen Plattformen für Bibliotheksnutzer und Museumsbesucher ist hierfür ein gelungenes Beispiel“, sagte Dr. Bernadette Weyland heute in Darmstadt.     

Ein Rückblick: Im Mai 2012 starteten an der Hochschule Darmstadt (h_da) gleich drei Kooperationsprojekte mit dem Städel Museum in Frankfurt und der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) der Technischen Universität Darmstadt. In den folgenden zwei Jahren förderte die Landesregierung die Entwicklung der drei miteinander verbundenen Forschungsprojekte mit circa 1,5 Millionen Euro. „An der Hochschule sind die Projekte am Institut für Kommunikation und Medien (ikum) des Fachbereichs Media sowie am Institut für Angewandte Informatik (aiDa) des Fachbereichs Informatik angesiedelt. Zudem waren die Software AG, die NTerra GmbH, die Media Transfer AG und das House of IT an der Entwicklung beteiligt“, erklärte Hessens Finanzstaatssekretärin, die darüber hinaus deutlich machte: „Auch dank der beachtlichen Fördersumme aus dem LOEWE-Programm konnten bis heute zwei Multimediaplattformen entwickelt werden, über die die Nutzer mobiler bzw. onlinefähiger Geräte multimediale Inhalte abrufen können.“  

Gut 700 Werke in einer multimediale Exponateplattform

In Zusammenarbeit mit dem Städel Museum wurde eine multimediale Exponateplattform programmiert. Gut 700 Werke des Städel Museums sind dort bislang digitalisiert zu finden, bis zum Jahresende sollen weitere 800 folgen. Seit dem 15. März dieses Jahres ist die dazugehörige Website freigeschaltet. Jedes Bild in der Datenbank ist mit über 100 Schlagworten versehen. „Die Datenbank ist eine fantastische Online-Präsentation der Bestände des Museums. Der besondere Reiz liegt in der Art der Verschlagwortung. Nicht nur wissenschaftliche Begriffe, sondern auch Assoziationen sind verschlagwortet, sodass man auch entlang von Emotionen wie beispielsweise Hoffnung und Liebe digital durch 700 Jahre Kunstgeschichte schlendern kann. Audio-Guides und Videos sind ebenfalls eingebunden“, zeigte sich Dr. Bernadette Weyland von der Präsentation beeindruckt.    

Für das Museum wurde ebenfalls eine Plattform realisiert, die Nutzern von Smartphones, Tablets und Computern mit großen Bildschirmen bei der Suche nach Büchern Hilfestellung bietet. Ein weiterer Kooperationspartner war hierfür das Hessische Bibliotheks-Informationssystem (HeBIS). „Mit der neuen Bibliotheksplattform soll die Verbindung des klassischen Buchbestandes mit den neuen digitalen Medien wie E-Books realisiert werden. Auch die Mediensuche wird erheblich vereinfacht und verkürzt“, so die Staatssekretärin, die weiter bemerkte: „Bibliotheken sind heute mehr als nur Buchausleihe. Sie nehmen eine neue Rolle als Informations- und Wissensanbieter ein.“

Eine Cloud-basierte Medien- und Kommunikationsplattform

Beide Plattformen wurden auch als sogenannte Cloudlösungen konzipiert, um die Inhalte in einer Cloud ablegen zu können. Diese in einem dritten Projekt entstandene „Cloud-basierte Medien- und Kommunikationsplattform“ soll zukünftig auch anderen Kultur- und Medienbetrieben zur Verfügung stehen. „Ein Folgeprojekt wird derzeit vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit weiteren 500.000 Euro gefördert“, berichtete Dr. Bernadette Weyland. 

„Mit der LOEWE-Förderung wurde hauptsächlich die Technik der Plattformen entwickelt. Diese sind weltweit einzigartig. Das Städel sowie die ULB sind Vorreiter der Digitalisierungsstrategie. Mit ihren Investitionen leistet die Hessische Landesregierung einen wichtigen Beitrag, damit Museen und Bibliotheken ihrem Bildungs- und Vermittlungsauftrag im digitalen Zeitalter gerecht werden können“, so die Finanzstaatssekretärin, die weiter hervorhob: „Das LOEWE-Forschungsförderprogramm ist aufgrund seiner Konzeption und seines Finanzvolumens im bundesweiten Vergleich einzigartig. Im Zeitraum 2008 bis 2014 stellte das Land insgesamt 520 Millionen Euro für LOEWE und damit für die Förderung herausragender Verbundvorhaben bereit. Im Jahr 2015 beträgt das LOEWE-Budget rund 84 Millionen Euro.“ Das Programm ist ein unbefristetes Landesprogramm außerhalb des Hochschulpaktes und außerhalb der institutionellen Förderung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Hessen.

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Themengebiet: Forschung und Innovation, Medien