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25.08.2015 - Land
Staatssekretär Ingmar Jung: Forscher in Hessen arbeiten an optimaler Gestaltung der modernen Arbeitswelt

Während der laufenden LOEWE-Woche informiert sich Staatssekretär Ingmar Jung über einen Forschungsschwerpunkt in Kassel, der sich mit der Balance zwischen Berufs- und Privatleben beschäftigt.

Staatssekretär Ingmar Jung hat sich heute über die Arbeit am LOEWE-Schwerpunkt „Always Online“ an der Universität Kassel informiert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dort beschäftigen sich mit einem aktuellen Problem aus der Arbeitswelt: Wir sind jederzeit erreichbar und können schneller auf Informationen zugreifen, gleichzeitig kann es auch belasten, ständig verfügbar zu. Die Forscherinnen und Forscher bei „Always Online“ kommen aus der Informatik, Informationstechnik, Psychologie und den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Gemeinsam arbeiten sie an technischen und psychologischen Lösungen, um Arbeit optimal zu gestalten. Das Land Hessen fördert den Schwerpunkt von 2014 bis 2016 mit rund 4,1 Millionen Euro.

Work-Life-Balance muss stimmen

Staatssekretär Ingmar Jung: „In der Vergangenheit gab es eine räumliche und zeitliche Trennung zwischen Berufs- und Privatleben. Durch das Internet ist heute Kommunikation – und damit auch Arbeit – jederzeit und überall möglich. Umso wichtiger ist, dass die Work-Life-Balance stimmt. Die Forscher am LOEWE-Schwerpunkt ,Always Online‘ gehen das Problem der ständigen Erreichbarkeit auf vielen Wegen an. Zum Beispiel erarbeiten sie rechtliche Vorlagen für Unternehmen, wer zu welchen Zeiten was und wie viel kommunizieren darf. Auch Programme sind in Arbeit, die bestimmte Informationen je nach Kontext aussortieren, nach Wichtigkeit ordnen und nur zu bestimmten Zeitpunkten zustellen.“

Für das Projekt baten die Forscher zum Beispiel geistig beschäftigte Arbeitnehmer, in Tagebüchern festzuhalten, wie regelmäßig sie abends das Internet oder Smartphone für berufliche Anfragen nutzen und welche Auswirkung das auf ihre Erholung hat. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, Filter für Smartphones zu entwickeln, um trotz Erreichbarkeit die berufliche Belastung am Feierabend zu verringern.

Hintergrund: Forschungsprogramm LOEWE

Den Wissenschaftsstandort Hessen haben zahlreiche Kabinettmitglieder im Blick, die vom 21. bis 28. August 2015 herausragende Wissenschaftsprojekte aus dem bundesweit einmaligen Forschungsförderprogramm LOEWE besuchen. Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Das Programm ist neben dem kürzlich geschlossenen Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Im Zeitraum von 2008 bis 2014 stellte das Land insgesamt rund 520 Millionen Euro für LOEWE bereit. Im Jahr 2015 beträgt das LOEWE-Budget rund 84 Millionen Euro. Die Mittel werden in erster Linie zur Anschubfinanzierung von neuen Zentren und Schwerpunkten an hessischen Hochschulen eingesetzt. 

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Themengebiet: Arbeit, Internet