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21.08.2015 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Forscher in Hessen wollen Arznei für den Menschen sicherer machen

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat sich zum Start der LOEWE-Woche über die Arbeit am LOEWE-Zentrum „Translationale Medizin und Pharmakologie TMP“ informiert. Im Forschungszentrum arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Goethe-Universität Frankfurt, des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME in Aachen, der Fraunhofer-Projektgruppe „TMP“ in Frankfurt und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim gemeinsam an biomedizinischen Fragestellungen. Die Landesregierung fördert das LOEWE-Zentrum „TMP“ von 2015 bis 2017 mit rund 20 Millionen Euro.

Nebenwirkungen frühzeitig erkennen

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Trotz steigender Ausgaben für die Entwicklung neuer Arzneimittel ist die Zahl der Zulassungen in den vergangenen zehn Jahren stetig gesunken. Am LOEWE-Zentrum„Translationale Medizin und Pharmakologie TMP‘ arbeiten international angesehene Forscherinnen und Forscher an der Entwicklung pharmakologischer Modelle, mit denen sie die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneistoffen frühzeitiger vorhersagen können. Sie konzentrieren sich dabei auf Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen, Multiple Sklerose und Schmerz. Ziel ist, Fehlentwicklungen und Nebenwirkungen schon vor Beginn kostenintensiver klinischer Phasen zu erkennen und damit hohe Ausfallraten zu vermeiden.“

Das LOEWE-Zentrum „TMP“ baut auf einem erfolgreichen LOEWE-Projekt auf, das die Landesregierung von 2012 bis 2014 mit rund 7,9 Millionen Euro gefördert hat. Mit ihrer Arbeit stärkt die Goethe-Universität Frankfurt auch die Projektgruppe „Translationale Medizin und Pharmakologie TMP“ des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME. Ziel ist es dieses langfristig in das erste Fraunhofer-Institut am Standort Frankfurt zu überführen.

Beste Voraussetzungen für innovative Wirkstoffe

„Der Forschungsverbund TMP profitiert von der ausgewiesenen Expertise der Goethe-Universität Frankfurt in der Arzneimittelforschung, von der hohen Konzentration an pharmazeutischer Industrie im Raum Frankfurt, von den ausgezeichneten wissenschaftlichen Vorarbeiten des ehemaligen Frankfurter LOEWE-Schwerpunkts ,Anwendungsorientierte Arzneimittelforschung‘ und von der integrierten Fraunhofer-Projektgruppe ,TMP‘. Deshalb verfügt das LOEWE-Zentrum über beste Voraussetzungen, um innovative Wirkstoffe zu entwickeln und erfolgreich an den Markt zu bringen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Hintergrund: Forschungsprogramm LOEWE

Den Wissenschaftsstandort Hessen haben zahlreiche Kabinettmitglieder im Blick, die vom 21. bis 28. August 2015 herausragende Wissenschaftsprojekte aus dem bundesweit einmaligen Forschungsförderprogramm LOEWE besuchen. Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Das Programm ist neben dem kürzlich geschlossenen Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Im Zeitraum von 2008 bis 2014 stellte das Land insgesamt rund 520 Millionen Euro für LOEWE bereit. Im Jahr 2015 beträgt das LOEWE-Budget rund 84 Millionen Euro. Die Mittel werden in erster Linie zur Anschubfinanzierung von neuen Zentren und Schwerpunkten an hessischen Hochschulen eingesetzt. 

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Themengebiet: Forschung und Innovation, Gesundheit