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20.08.2015 - Land
Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: Eröffnung der Ausstellung - Bild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die Sonderausstellung „Bild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation“ in Kassel eröffnet. Der 500. Geburtstag von Lucas Cranach d. J. bildet den Anlass für die außergewöhnliche Ausstellung im Schloss Wilhelmshöhe.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Wer an Martin Luther denkt, der hat unweigerlich ein Gemälde der Cranachs im Kopf, das den Reformator im schwarzen Gewand mit Mütze zeigt. Vater und Sohn verstanden es aber auch, protestantische Lehrinhalte wie Gesetz und Gnade auf meisterhafte Weise ins Bild zu setzen. All das zeigt diese Sonderausstellung.“

Herausragender Maler

Lucas Cranach d. Ä. ist neben Albrecht Dürer der bekannteste deutsche Maler des 16. Jahrhunderts, der eine überragende Fülle an Gemälden und Druckgraphiken produzierte: Kaum eine altmeisterliche Gemäldesammlung kann auf ein Bild aus seiner Hand verzichten. Schon Cranachs Zeitgenossen priesen seine herausragenden Fähigkeiten als Maler, zu denen ein unverwechselbarer Stil ebenso gehörte wie das erfolgreiche Management einer großen Werkstatt. Unverzichtbar für Cranachs Erfolgsrezept waren die Nähe zu herrschaftlichen Auftraggebern und die inhaltliche Spezialisierung auf die Reformationsbewegung, wozu eine enge Freundschaft zu Martin Luther beitrug.

Im Themenjahr „Bild und Botschaft“, das 2015 während der Lutherdekade begangen wird, widmen sich die Gemäldegalerie Alte Meister in Kassel und die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha in einem gemeinsamen umfangreichen Ausstellungsprojekt dem Wirken von Lucas Cranach d. Ä.

Hochkarätige internationale Leihgaben

„Die Ausstellung in der Galerie Alte Meister führt herausragende Werke der Kasseler und Gothaer Bestände mit hochkarätigen internationalen Leihgaben zusammen. Erstmalig zeigt eine Ausstellung das künstlerische Schaffen eines der bedeutendsten Künstler der Renaissancezeit im Hinblick auf seine Verflechtung mit den Ansprüchen höfischer Repräsentation und reformatorischer Propaganda“, erläutert Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Hintergrund: Bilder der Reformation

Cranach stellte seine künstlerischen Fertigkeiten stark in den Dienst der Reformation. So fertigte der Künstler einige bedeutende Flugblätter, in denen er die katholische Kirche scharf attackierte und damit aktiven Anteil am Kampf der Konfessionen nahm. Cranach schuf wiederholt Gemälde, auf denen er lutherische Lehrinhalte plakativ zur Darstellung brachte. Anschaulich zeigen beispielsweise die in der Ausstellung gezeigten Bilder der Kindersegnung und der Ehebrecherin, dass der Mensch nur durch Gottes Gnade Erlösung findet. Als Hauptwerk jener reformatorischen Ikonographie ist das Gesetz- und Gnade-Motiv zu nennen, deren wichtigste Fassungen, die Tafeln aus Gotha und Prag, in der Ausstellung erstmals gemeinsam präsentiert werden!

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 29. November im Schloss Wilhelmshöhe zu sehen.

Themengebiet: Bildung, Kunst und Kultur