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18.08.2015 - Land
Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein: Landesregierung rettet das Deutsche Elfenbeinmuseum

Die einzigartige Elfenbeinsammlung findet im Schloss Erbach ein neues Zuhause.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute während seines Besuchs auf Schloss Erbach erklärt, dass die Landesregierung das Deutsche Elfenbeinmuseum in die Gräflichen Sammlungen im Schloss Erbach integriert und dort in einem eigenen Ausstellungbereich präsentiert. Die Sammlung bleibt Eigentum der Stadt Erbach, die sich am künftigen Betrieb durch die Betriebsgesellschaft Schloss Erbach gGmbH finanziell beteiligt. Bisher nicht genutzte Depoträume im Erdgeschoss des Schlosses nehmen ab Frühjahr 2016 die Elfenbeinsammlung auf. Die Kosten für Umzug, Sanierung und Einrichtung der Ausstellungsräume betragen schätzungsweise eine Million Euro.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Wir sichern mit der Übernahme des Deutschen Elfenbeinmuseums das Überleben des weltweit einzigen Spezialmuseums dieser Art. Die Stadt konnte den Betrieb des Museums nicht mehr aufrechterhalten. Die enge Beziehung zwischen den 2006 vom Land übernommenen Gräflichen Sammlungen und der Geschichte des 1966 gegründeten Deutschen Elfenbeinmuseums begründen die Entscheidung, beide Museen miteinander in den Räumen des Schlosses Erbach zu vereinigen: Das Thema Elfenbein kehrt gewissermaßen an seinen Ausgangspunkt zurück.“

Positiver Effekt für den Odenwald

Die Stadt Erbach rechnet aufgrund der Zusammenlegung mit einem positiven Effekt für den gesamten Odenwald. „Die beiden Museen sind wichtige Imageträger für die Stadt und Leuchttürme im kulturellen und touristischen Angebot der Odenwald-Region. Durch die Zusammenlegung im Gräflichen Schloss werden die Erbacher Innenstadt und die Geschäftswelt stärker als bisher belebt“, erklärte der Erbacher Bürgermeister Harald Buschmann.

Das Erbacher Schloss ist der Ausgangspunkt für die Einführung der Elfenbeinschnitzerei, die Graf Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823) im ausgehenden 18. Jahrhundert im Odenwald heimisch machte. Im Schloss unterhielt der Graf seine eigene Schnitz- und Drechselwerkstatt. Von ihm selbst gefertigte Arbeiten sind dort und auch im Elfenbeinmuseum zu sehen. Franz I. hat auch Schloss Erbach im Wesentlichen mit seinen sehr umfangreichen, auch heute dort noch vorhandenen Sammlungen eingerichtet.

Zentrum des Elfenbeinkunsthandwerks

Das Deutsche Elfenbeinmuseum wiederum führt die Entwicklung Erbachs zu einem deutschen und europäischen Zentrum des Elfenbeinkunsthandwerks im 19. und 20. Jahrhundert vor Augen. Die einzigartige Sammlung bietet einen Überblick über die Geschichte und die unterschiedlichen Ausprägungen der Elfenbeinschnitzerei weltweit. Auch heute noch sind Elfenbeinwerkstätten in Erbach aktiv, die nach dem Welthandelsverbot für Elefantenstoßzähne von 1989 auf fossiles Elfenbein und alternative Werkstoffe umgestellt haben.

Hier finden Sie einige Impressionen der Sommerreise.

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