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13.08.2015 - Land
Innenminister Peter Beuth: Es Straftätern so schwer wie möglich machen

Hessen ist ein sicheres Bundesland. Die jährlich veröffentlichten Zahlen der Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik belegen eine positive Entwicklung. Der Langzeittrend zeigt: Die Fallzahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik waren 2014 zum vierten Mal in Folge unter der Grenze von 400.000 Straftaten verblieben. Die Aufklärungsquote stabilisierte sich mit 59,3% auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Das ist nach 2013 der zweitbeste Wert. Gleichzeitig passieren weniger Unfälle auf hessischen Straßen. „Das ist ein Ergebnis der gewissenhaften und professionellen Arbeit der hessischen Sicherheitsbehörden“, sagte der Hessische Innenminister Peter Beuth heute in der Landeshauptstadt.

Um diese positive Entwicklung fortzführen, setze die hessische Polizei bewusst auf Prävention. „Aus der Statistik der vergangenen Jahre lassen sich Rückschlüsse auf einzelne Deliktsfelder ziehen. Und genau da werden unsere Sicherheitsexperten mit gezielten Präventionsmaßnahmen tätig. Wir wollen die Menschen in unserem Land über mögliche Gefahren aufklären. Mit der Hilfe der Bevölkerung machen wir es gerade Straftätern hierzulande so schwer wie möglich“, so Beuth. Der Minister rief die Bürgerinnen und Bürger auf, das umfangreiche Präventionsangebot der Polizei zu nutzen. Einen Überblick lierfert der Jahresbericht „Polizeiliche Kriminal- und Verkehrsprävention 2014“, der heute veröffentlicht wurde. Auf 59 Seiten informiert das Landeskriminalamt über die umfangreichen Aktivitäten der hessischen Polizei. Drei  Schwerpunkte sind demnach die Prävention des Wohnungseinbruchsdiebstahls (WED), Cyberkriminalität sowie Straftaten zum Nachteil älterer Menschen.

Wohnungseinbruchdiebstahl: Beratungen um ein Viertel gestiegen

Die Beratungsnachfrage ist beim Thema WED hoch – gerade in der dunklen Jahreszeit. Hier bietet die Polizei ein kostenfreies Beratungsangebot für jedermann, insbesondere auch  für Einbruchsopfer sowie sicherheitstechnische Beraterinnen und Berater im Rahmen des Gütesiegels „Sicheres Wohnen in Hessen“. 12.787 qualifizierte Objekt- und Verhaltensberatungen wurden 2014 durchgeführt, das entspricht einem Anstieg um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Erfolg der Maßnahmen spiegelt sich im hohen Anteil der im Versuchsstadium abgebrochenen Fälle von Wohnungseinbruchsdiebstahl wider. Mit 42,4 Prozent ist dies die höchste Versuchsquote seit mehr als 20 Jahren.

Schutz für ältere Menschen: Straftaten und Verkehrsunfälle verhinden

Im Rahmen der Verkehrsprävention steht die Zielgruppe der „Generation 65 plus“ auch die nächsten Jahre weiterhin im Fokus. Bei Betrachtung der Unfallzahlen ist festzustellen, dass ihre Beteiligung an Verkehrsunfällen im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil weiter zunimmt (17,1 Prozent Verkehrsunfallbeteiligung bei 21,1 Prozent Bevölkerungsanteil). Daher wurde die landesweite Einführung der im Polizeipräsidium Mittelhessen entwickelten Aktion „MAXimal mobil bleiben“ beschlossen. Zudem hat die Arbeitsgruppe „Polizeiliche Präventionsmaßnahmen für die Zielgruppe der Senioren“ unter Federführung des LKA im Jahr 2014 ihre Arbeit aufgenommen.

Neben der Verkehrsprävention wird an Konzepten zu Präventionsmöglichkeiten von „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“, wie der landesweiten Implementierung von „Sicherheitsberatern für Senioren“, gearbeitet. In diesem Multiplikatorenprojekt werden „Senioren“ von der Polizei ausgebildet, um ihre Altersgruppe niederschwellig über sicherheitsrelevante Themenstellungen, z. B. sicherungstechnische Prävention „So schütze ich mein Haus“ oder verhaltensorientierte Tipps im Zusammenhang mit verschiedenen Phänomenbereichen – wie zum Beispiel der sogenannte „Enkeltrick“ –, zu informieren.

Cyberkriminalität: Sicherer im Netz unterwegs

Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit im vergangenen Jahr lag im Bereich der Internetkriminalität. Die permanent neuen Formen der Online-Kriminalität stellen nicht nur die Internetnutzer regelmäßig vor neue Herausforderungen. Die Möglichkeit, im Internet Opfer einer Straftat zu werden, bleibt deutlich erhöht. Vor allem bei der Zielgruppe der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden, da inzwischen fast bis zu 94 Prozent von diesen täglich das Internet nutzen. Aber auch die Generation 65+ steht hier im Fokus (Steigerung der Nutzer auf 63 Prozent). Maßnahmen sind daher auf Grund der unterschiedlichen Lebenswelten und -weisen beider Zielgruppen nur mit einem differenzierten Ansatz durchzuführen. In der Arbeit der Cybercrimefachberater macht sich dies vor allem in der thematischen Schwerpunktsetzung in ihren Vorträgen bemerkbar. An Verhaltensempfehlungen zu Themen wie „Phishing“, „Abo-Fallen“, „Fake-Shops“ oder „sichere Passwörter“ hat die Zielgruppe 65+ dabei mehr Interesse als an den Verhaltensempfehlungen zum Schutz vor „Cybermobbing“, den Gefahren des Phänomens „Sexting“ oder dem Thema „sicheres Chatten“, die mehr die Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden betreffen. Im Vordergrund bei allen Zielgruppen liegt neben den thematischen Schwerpunkten derzeit vor allem der sichere Umgang mit mobilen Endgeräten, da deren Nutzung weiter steigt.

Links: 

Zum vollständigen Kriminal- und Verkehrspräventionsbericht 2014

Themengebiet: Innere Sicherheit