Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen

Aktuelles

06.08.2015 - Land
Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel: Tipps für die Hitze

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird morgen in Hessen die Hitzewarnstufe 2 erreicht. Die Hitzewarnstufe 2 warnt vor extremer Wärmebelastung und tritt ein, wenn die gefühlte Temperatur 38 °C übersteigt, oder die Hitzewarnstufe 1 über 4 Tage und länger andauert. Vor allem Kinder, gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen sind in praller Sonne und bei hoher Hitze gefährdet.

Der Staatssekretär im Hessischen Gesundheitsministerium, Dr. Wolfgang Dippel,  appellierte daher heute an die Bürgerinnen und Bürger, ihr Verhalten an diese Situation anzupassen: „Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften.“ Darüber hinaus sollten vor allem leichte Speisen verzehrt und viel getrunken werden. Alkoholische, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke seien dabei nicht zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet, geachtet werden müsse auf einen Ausgleich des durch Schwitzen bedingten Salzverlustes. Wichtig ist, dass die älteren, pflegebedürftigen Menschen vor allem ausreichend trinken.“

In Hessen lebt allerdings nur jeder vierte pflegebedürftige Mensch in einem Heim. Dippel appellierte daher auch an die Pflegedienste und die pflegenden Angehörigen, bei der häuslichen Pflege auf die voraussichtlich anhaltend hohen Temperaturen zu reagieren.

Auch Arbeitgeber können mit ein paar praktischen Tipps ihren Beschäftigten helfen, die Zeit bis zum Feierabend etwas erträglicher zu gestalten.

Tipps für Arbeitnehmer

Zur Reduzierung der inneren thermischen Lasten empfiehlt es sich, Wärmequellen wie Drucker oder Kopierer nicht im Arbeitsraum zu platzieren oder zumindest ihren Gebrauch einzuschränken. Falls möglich, sollte eine Lockerung der Bekleidungsregelungen vorgenommen werden, Freiluftarbeitsplätze sind durch „Sonnendächer“ abzuschatten, eine Beachtung der Pausenzeiten, eine Lüftung in den frühen Morgenstunden zu organisieren, die Bereitstellung geeigneter Getränke wie Trinkwasser oder Tee, die Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung und vorhandene Rollos oder Markisen benutzen. Der Einsatz von Lüftern bzw. Ventilatoren sollte nicht mit zu starkem Luftstrom betrieben werden, da sonst die Gefahr besteht, einen ‚steifen Hals‘ zu bekommen. Sofern Klimaanlagen installiert sind, sollte die Raumtemperatur nicht mehr als sechs Grad unter der Außentemperatur liegen.

Körperlich schwere Arbeiten sollte man in den heißen Stunden vermeiden oder zumindest reduzieren und immer wieder kurze Ruhepausen einlegen. Für eine Abkühlung zwischendurch hilft, kühles Wasser über die Handgelenke fließen zu lassen.

Auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration stehen zudem weitere Tipps zum Verhalten bei extremer Hitze und zu Sonnenschutz-Maßnahmen.

Hintergrund:

Durch das Hessische Hitzewarnsystem ist sichergestellt, dass insbesondere die Alten- und Pflegeheime, die Heime für Menschen mit Behinderungen sowie die Krankenhäuser tagesaktuell vom Deutschen Wetterdienst über gegenwärtige und bevorstehende Wärmebelastungen informiert werden. Notwendige medizinische, pflegerische oder technische Maßnahmen können somit unmittelbar eingeleitet werden. Gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst und der Gesundheitsabteilung im Hessischen Sozialministerium wurde 2004 in Hessen erstmals ein Hitze-Warnsystem eingeführt, um ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen vor Schäden durch Hitzeeinwirkung zu schützen.

Links: 
Themengebiet: Gesundheit, Allgemeines