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28.07.2015 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Wichtige Datenbasis, um beim Kampf gegen Krebs weiter voranzukommen

Anlässlich der Veröffentlichung des dritten Hessischen Krebsberichtes durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration nannte Gesundheitsminister Stefan Grüttner diesen „ein wichtiges Datenwerk, um beim Kampf gegen Krebs“ weiter voranzukommen. „Der Krebsbericht gibt Antworten darauf, in welchem Stadium Tumore des Darms entdeckt werden, wie viele Frauen in Hessen an Lungenkrebs sterben oder dazu, welche Krebsarten die beste Prognose haben“, nannte Grüttner Beispiele.

Auswertung des Berichts

Die Auswertungen des Berichts stützen sich auf Daten des Hessischen Krebsregisters und der hessischen Todesursachenstatistik. Etwa 85 Prozent aller im Jahr 2011 bei hessischen Bürgerinnen und Bürgern aufgetretenen Krebsfälle gingen in die Auswertung ein. Der Bericht stellt 24 wichtige Krebsarten im Detail vor, einige Kennwerte wie die Trendentwicklung der registrierten Neuerkrankungsraten werden erstmals veröffentlicht.

Im Jahr 2011 wurden rund 25.500 bösartige Krebsneuerkrankungen registriert. Davon entfielen 13.300 Neuerkrankungen auf Männer und 12.200 auf Frauen.

Am häufigsten dokumentierte Erkrankungen

Brustkrebs war mit einem Anteil von 37,2 Prozent an allen bösartigen Krebsarten die am häufigsten im Krebsregister dokumentierte Erkrankung unter hessischen Frauen, gefolgt von Darmkrebs (13,6 Prozent) und Lungenkrebs (6,1 Prozent). Bei den Männern lagen nach dem Prostatakrebs (29,9 Prozent) ebenfalls Darmkrebs (15,4 Prozent) und Lungenkrebs (10,6 Prozent) auf den folgenden Rangplätzen.

Das mittlere Erkrankungsalter (Median) lag bei Frauen - trotz der höheren Lebenserwartung, - mit 67 Jahren niedriger als bei Männern (70 Jahre). Bei Frauen häufig auftretende Krebsarten wie Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und das maligne Melanom haben ein vergleichsweise niedriges mittleres Erkrankungsalter. So trat das maligne Melanom bei Frauen acht Jahre früher als bei Männern auf. Vermutlich spielen hier geschlechtsspezifische Muster der UV-Exposition (Sonne, Solarium) und des Sonnenschutzes eine Rolle.

Entwicklung von 1998 bis 2011

Im Zeittraum von 1998 bis 2011 stieg die Zahl der Krebstodesfälle in Hessen um 4,6 Prozent und erreichte im Jahr 2011 die Zahl von 15.300, darunter 8.100 Männer und 7.200 Frauen. Dies entsprach einem Anteil von 26 Prozent an allen Sterbefällen in Hessen. Berücksichtigt man die Bevölkerungsentwicklung und rechnet den Effekt der Alterung der Bevölkerung (demografischer Wandel) heraus, war die altersstandardisierte Sterberate im gleichen Zeitraum jedoch deutlich rückläufig: um 32 Prozent bei Männern und 21 Prozent bei Frauen. Neben dem medizinischen Fortschritt dürften auch Aspekte der Prävention und des Gesundheitsverhaltens, zum Beispiel die Teilnahme an Krebsfrüherkennungsmaßnahmen oder der Rückgang der Raucherquote bei Männern, verantwortlich für die positive Entwicklung sein.

Über das Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut in Berlin fließen die Daten des Hessischen Krebsregisters in bundesweite Krebsstatistiken ein. 

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Themenseite: Krebsprävention

Themengebiet: Gesundheit