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24.07.2015 - Land
Kultusstaatssekretär Lösel: Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag - Modellregion Inklusive Bildung als gutes Beispiel!

Im Kreis Groß-Gerau sowie den Städten Rüsselsheim und Kelsterbach spielt die inklusive Beschulung schon seit einigen Jahren eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund haben heute der Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, Dr. Manuel Lösel, Landrat Thomas Will, Rüsselsheims Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser sowie der Bürgermeister der Stadt Kelsterbach, Manfred Ockel, die Kooperationsvereinbarung „Modellregion Inklusive Bildung“ gemeinsam unterzeichnet und damit in der nun fünften Modellregion den Startschuss für eine noch bessere Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen gegeben. Die Modellregion im Kreis Groß-Gerau, in Rüsselsheim und Kelsterbach startet bereits zum kommenden Schuljahr 2015/2016 und ist zunächst auf fünf Jahre befristet. In der Vergangenheit wurden bereits Abkommen mit der Stadt Wiesbaden sowie den Landkreisen Hochtaunus, Wetterau und Offenbach geschlossen, in der Zukunft werden weitere Modellregionen Inklusive Bildung folgen.

Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag

„Ich freue mich, dass wir mit der heutigen fünften Unterzeichnung eine weitere Modellregion gewinnen konnten“, stellte Staatssekretär Lösel zufrieden fest. „Inklusion ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, dessen Bewältigung nur dann gelingen kann, wenn es eine gute und vor allem enge Zusammenarbeit aller gibt, die an der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen, beteiligt sind. Daher danke ich allen Akteuren, die die heutige Erklärung unterschrieben haben, dass sie sich schon sehr früh bereiterklärt haben, Modellregion zu werden. Insbesondere hier im Kreis Groß-Gerau sowie in den Städten Rüsselsheim und Kelsterbach können wir auf eine gewachsene Struktur mit exzellenten Erfahrungen zurückgreifen. Berichte aus den bereits laufenden Modellregionen zeigen zudem, dass wir mit der Errichtung von weiteren Modellregionen gemeinsam und mit hohen Qualitätsstandards den Prozess der Inklusion mit Nachdruck Stück für Stück weiter voranbringen.“

„Mit der Modellregion Inklusive Bildung wird die Tradition der guten Kooperation der drei Schulträger im Kreis Groß-Gerau mit dem Staatlichen Schulamt fortgesetzt. Durch die jahrelange gemeinsame Arbeit haben wir eine gute Grundlage für das Projekt. Es wird noch starker Anstrengungen bedürfen, um die schulische Inklusion zu etablieren“, betont der Landrat des Kreises Groß-Gerau Thomas Will.

Reduzierung der Förderschulbesuche

Der Bürgermeister und Schuldezernent der Stadt Rüsselsheim Dennis Grieser stellt fest: „Inklusion bedeutet die gleichberechtigte, uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen - und das nicht erst in ferner Zukunft. Die Modellregion ist ein erster behutsamer Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Für Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel ist wichtig, dass alle Schulträger im Kreis Groß-Gerau ein gut funktionierendes Netzwerk verschiedener Institutionen und sozialen Einrichtungen mit den Lehrkräften an den Schulen haben. Er sagt hierzu: „Dies ist ein gutes Fundament für den Aufbau der inklusiven Beschulung im Kreis Groß-Gerau.“

Die Hessische Landesregierung hat sich mit ihrem Aktionsplan zur Umsetzung der Vereinte Nationen-Behindertenrechtskonvention u.a. das Ziel gesetzt, den Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung oder Behinderung an Grundschulen und weiterführenden Schulen zu erhöhen und im Gegenzug die Förderschulbesuchsquote in den nächsten Jahren zu senken. Mit den Modellregionen werden nun inklusive Strukturen im allgemeinen Schulsystem flächendeckend in den beiden Städten sowie im Kreis eingerichtet.

Förderschwerpunkte sollen wohnortnah angeboten werden

„Die Eltern erhalten mit der „Modellregion Inklusive Bildung“ nun endlich eine Gewissheit, dass ein inklusives Schulangebot für ihr Kind in allen Förderschwerpunkten Schritt für Schritt entwickelt und nach Möglichkeit wohnortnah angeboten wird. Das Land gewährleistet dafür die konstante Zahl der Stellen für sonderpädagogische Förderung im Förderschwerpunkt Lernen und in der Sprachheilförderung in der Modellregion und die durch Schülerrückgang an Förderschulen freiwerdenden Lehrerstellen verbleiben in der Region und werden schrittweise zur Stärkung und zum Ausbau des Inklusiven Unterrichts in die allgemeine Schule überführt. Zudem bleibt in allen Förderschwerpunkten ein Förderschulangebot erhalten“, betonte Staatssekretär Lösel abschließend.

Foto: © HKM

Themengebiet: Schule, Förderung