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20.07.2015 - Land
Arbeitsminister Stefan Grüttner: Die Qualifizierungsbedarfe und Problemlagen langzeitarbeitsloser Menschen sind vielfältig

Das Förderangebot ermöglicht Langzeitarbeitslosen, die seit mindestens zwei Jahren Leistungen nach dem SGB II beziehen, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen und sich gleichzeitig praxisnah zu qualifizieren. Es handelt sich hierbei nicht um ein klassisches Programm mit vorab definierten förderfähigen Maßnahmen. Unterschiedliche Akteure wie Landkreise bzw. kreisfreie Städte, Jobcenter, Qualifizierungsträger und Unternehmen können gemeinsame Projektkonzepte entwickeln und sich damit um eine Förderung bewerben. Die neu geschaffenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse für Langzeitarbeitslose werden über einen Zeitraum von bis zu 32 Monaten mit einem Budget von bis zu 750.000,- Euro pro Konzept gefördert. Für die fünfjährige Laufzeit des Förderinstruments stehen insgesamt 10 Mio. Euro für bis zu 300 Teilnehmende zur Verfügung. Die Projekt-Konzepte sind bis zum 30. September 2015 beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration einzureichen.

„Die Qualifizierungsbedarfe und Problemlagen langzeitarbeitsloser Menschen sind vielfältig. Ebenso unterschiedlich sind die Chancen auf Beschäftigung, die die regionale Wirtschaft und die Kommunen diesen Menschen geben können. Deshalb setzen wir auf die Kompetenz der Akteure vor Ort: Sie sind aufgerufen, regionale Kooperationen zu bilden, gemeinsame Ideen zu entwickeln und Projekt-Konzepte einzureichen“, erläutert der Hessische Arbeitsminister Stefan Grüttner. „Unser neues Förderangebot setzt bei Langzeitarbeitslosen wesentlich frühzeitiger als das Programm des Bundes an, um ihnen schneller Arbeitsmarktchancen zu eröffnen. Unser Förderinstrument verfügt über eine bessere regionale Verankerung, da zusätzlich zu Jobcentern auch Gebietskörperschaften, Unternehmen und Institutionen der Sozialwirtschaft Anträge einreichen können.“

Zielgruppe des Förderinstruments

Das Förderinstrument “Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“ richtet sich an erwerbsfähige Langzeitleistungsbeziehende, die sich mindestens zwei Jahre im Leistungsbezug nach SGB II befinden und die aufgrund ihrer individuellen Probleme wie beispielsweise Sucht, psychosozialen Schwierigkeiten, gesundheitliche Beeinträchtigungen, fehlendem Berufsabschluss, nicht mehr verwertbaren bzw. auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Berufsqualifikationen oder -erfahrungen voraussichtlich als nicht vermittelbar gelten. Gewünscht sind insbesondere Konzepte, die sich an Langzeitleistungsbeziehende in Bedarfsgemeinschaften mit Kindern richten.

Basierend auf den Erfahrungen mit dem Arbeitsmarkt- und Ausbildungsbudget des Landes bietet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mit „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“ ein ergänzendes Förderinstrument zur Integration von erwerbsfähigen Langzeitleistungsbeziehenden. Der regionalisierte Förderansatz der hessischen Arbeitsmarktförderung und die Vernetzung der arbeitsmarktpolitischen Akteure sind integraler Bestandteil des Förderinstruments.

Benachteiligte Menschen in Arbeit und Ausbildung bringen

Mit bereits etablierten Förder-Linien stellt das Land Hessen rund 29 Millionen Euro zur Verfügung, um benachteiligte Menschen in Arbeit und Ausbildung zu bringen. Im Jahr 2014 hat das Land Hessen über die Hessische Arbeitsmarktförderung insgesamt rund 16.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.

„Die Förderlinien ‚Arbeitsmarktbudget‘ und ‚Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget‘ werden vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration bereits seit 2011 über Zielvereinbarungen mit den Gebietskörperschaften gesteuert. Hier hat die Erfahrung gezeigt: Regionalität bringt Kreativität. Deshalb bin ich mir sicher, dass es den lokalen Akteuren auch bei unserem neuen Förderangebot gelingen wird, Brücken zu bauen, um arbeitslose Menschen in Beschäftigung bringen“, so der Arbeitsminister abschließend.

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Themengebiet: Arbeitsmarkt, Förderung