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10.07.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: "Sport baut Brücken" 5. Tag der Menschen mit Behinderung im Hessischen Landtag

Anlässlich des fünften Hessischen Tags der Menschen mit Behinderung, der in diesem Jahr am 10. Juli im Hessischen Landtag stattfindet, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner: „Mit der Veranstaltung wollen wir Chancen und Möglichkeiten inklusiver Sportangebote ebenso anschaulich und begreifbar machen, wie noch bestehende Herausforderungen benennen und Raum für die Diskussion um Lösungen bieten. Und wir bringen damit den Hessischen Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention konsequent weiter voran.“ Sport sei einer der Lebensbereiche, in dem es wie in kaum einem anderen selbstverständlich und mit Freude Menschen mit Behinderung in das alltägliche gesellschaftliche Leben zu integrieren.

„Das ist unser Ziel, daran arbeiten wir kontinuierlich. Das sieht man auch daran, dass wir uns hier heute schon zum 5. Mal zu dieser Veranstaltung treffen“, so Grüttner. Der Sozialminister dankte dem Hessischen Landtagspräsidenten, Norbert Kartmann, und der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Maren Müller-Erichsen, die Mitausrichter der Veranstaltung sind, und so erneut maßgeblich zum Gelingen beitragen.

Ein deutliches Zeichen setzen

„Wir freuen uns, dass der Tag der Menschen mit Behinderung inzwischen schon zum fünften Mal im Hessischen Landtag stattfindet. Mit dieser Veranstaltung im Zentrum der Landespolitik wollen wir ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Menschen mit Behinderung für die Politik setzen“, betonte Landtagspräsident Norbert Kartmann gleich zu Beginn in seiner Begrüßung.

„Ich rufe alle Sportvereine in Hessen auf Menschen mit Behinderung einzuladen, um mit ihnen gemeinsam inklusive Sport/Bewegungsangebote zu entwickeln. Dazu ist es notwendig die Sportwarte/Übungsleiter auszubilden, um die vorhandenen Barrieren abzubauen“, so die Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Frau Müller-Erichsen.

Sport baut Brücken

„Schon immer bringt der Sport Menschen zusammen und überwindet Grenzen. Sport baut Brücken und zeigt, dass unterschiedliche Begabungen, Fähigkeiten oder Behinderungen kein Hindernis für gemeinsamen Sport sein müssen, sondern eine Bereicherung für alle Menschen sein können“, stellte Grüttner klar. und sagte weiter: „Das Thema Sport und Behinderung hat derzeit eine große Bedeutung und Dimension. Das zeigt sich auch daran, dass die „Special Olympics“ vom 7. bis einschl. 9. Juli in Marburg hier in Hessen stattgefunden haben.“ „Hier und heute spannen wir den Bogen über alle Bereiche der Sports hinweg“, so Grüttner weiter. Mit dem Hauptredner und Deutschen Meister im Weitsprung, Herrn Markus Rehm, ist der Spitzensport genauso vertreten, wie der Breitensport in den Workshops der Veranstaltung.

Beim Tag der Menschen mit Behinderungen lauten die Stichworte dieser Workshops bspw. zu den Themen „Sport und Politik“, „Inklusiver Sport in Schule und Verein“, oder „Inklusives Sportabzeichen“ und versprechen wieder ein informatives und abwechslungsreiches Programm. Grüttner hat alle Anwesenden in den Löwenhof im Landtag zum Mitmachen eingeladen, wo „Rollstuhlbasketball“ auf dem Programm stand. „Menschen mit und ohne Behinderungen können sich hier im gemeinsamen Spiel treffen und Sie werden erleben, wie schnell vermeintlich behinderte Sportlerinnen und Sportler hier die Könner sind und die vermeintlich Nichtbehinderten die Amateure in diesem Spiel“, so der Sozialminister.

Es hat sich Vieles getan

Grüttner betonte, seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2011 habe sich Vieles getan: „Der Hessische Aktionsplan UN-BRK als Referenzrahmen für die Politik von und für Menschen mit Behinderungen in Hessen ist in Kraft getreten; wir haben den Staatspreis „Universelles Design“ ausgelobt und werden den Preis im kommenden Jahr erneut vergeben.“ Die entwickelten Produkte und Technologien des Universellen Designs berücksichtigten die Kriterien für Barrierefreiheit wie z.B. ergonomische Gestaltung, Kontrastierung oder das „Zwei-Sinne-Prinzip“. „Wir haben darüber hinaus zehn Modellregionen Inklusion in Hessen eingerichtet und führen eine Normprüfung hessischer Gesetze durch, die bundesweit einmalig ist. Wir werden alle entsprechenden hessischen Gesetze und Verordnungen auf ihre Vereinbarkeit mit der Behindertenrechtskonvention hin überprüfen und wir engagieren uns über Hessen hinaus intensiv im Rahmen des Staatenprüfungsverfahrens bzw. der Auswirkungen, die sich daraus auch für unser Bundesland ergeben“, erläuterte Grüttner.

Jede/r 10. Bürgerin/Bürger in Hessen gelte als behindert und deshalb widme sich die Hessische Landesregierung dem Thema Barrierefreiheit mit so großer Intensität. So sei Hessen das einzige Bundesland, das seinen Aktionsplan nicht nur gleichzeitig in „Leichter Sprache“ als auch in Alltagssprache veröffentlicht hat, sondern den Aktionsplan zusätzlich in Deutsche Gebärdensprache übersetzt hat. Und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat bereits die ersten hauseigenen Broschüren in Leichte Sprache übersetzt und wird wesentliche Informationen auch in Form von Gebärdensprachvideos veröffentlichen. „Sie sehen, dass Barrierefreiheit in Hessen großgeschrieben wird, da sie aus der Sicht der Hessischen Landesregierung der Grundstein für ein inklusives Zusammenleben ist“, erklärte Grüttner.

Dank den Akteuren

Abschließend dankte der Minister den vielen Akteuren, die es „immer wieder möglich machen, diesen Tag im Landtag so umfangreich und abwechslungsreich zu gestalten, wie wir das heute tun. Es sind diesjährig neben dem Sozialministerium auch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport und das Hessische Kultusministerium ganz eng in die Planung mit einbezogen, aber auch der Deutsche Olympische Sportbund, der Landessportbund Hessen, der Frankfurter Turnverein 1860 und die IFB Stiftung Wiesbaden.“ Insbesondere dankte der Sozialminister aber auch den vielen Sportlerinnen und Sportlern, die den Tag im Landtag zu einem wahren Erlebnis haben werden lassen. „Judoka und Tischtennisspieler aus Marburg und Frankfurt  und die Rollstuhlbasketballer aus Wiesbaden haben gezeigt , wie der Sport Menschen mit und ohne Behinderungen miteinander verbinden kann, so der Minister abschließend.“

Themengebiet: Sport, Inklusion