Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen

Aktuelles

04.07.2015 - Land
Staatsminister Axel Wintermeyer: Eröffnung der Mauerausstellung in Bensheim

Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, hat heute in Bensheim die Ausstellung „Grenzen überwinden: Von der Diktatur zur Demokratie“ eröffnet. „Der Mauerfall ist in der deutschen Geschichte zu einem Symbol für Freiheit geworden. Unsere Ausstellung zeigt, wie die Mauer erst die Teilung Deutschlands für 28 Jahre zementierte und dann mit ihrem Fall am 9. November 1989 zum Einheitssymbol wurde“, sagte Axel Wintermeyer bei der Eröffnung. Die Mauerausstellung sei zum Anfassen und Erleben konzipiert, damit Geschichte lebendig bleibe. „Der Tag der Deutschen Einheit ist nicht nur ein Feiertag, sondern ein Freiheitstag für Deutschland“, so Wintermeyer weiter. Das vermittle die Ausstellung auf ihrer Reise durch zahlreiche hessische Kommunen. Die Präsentation findet nicht auf klassischen Schautafeln, sondern auf nachgebildeten, wetterfesten und portablen Mauerstücken statt, „um Aufzufallen und zum Diskutieren einzuladen“, so der Staatsminister.

Die Ausstellung reiht sich ein in das umfangreiche Veranstaltungs- und Aktionsprogramm der Landesregierung vor dem Fest zum Jahrestag der Deutschen Einheit im Oktober in Frankfurt. Ihre Zielsetzung ist es, an die jahrzehntelange Unterdrückung durch die SED-Diktatur zu erinnern und den Weg hin zu Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu beschreiben. Um ein möglichst breites Publikum altersgruppenübergreifend zu erreichen, wird sie auf öffentlichen, möglichst stark frequentierten Plätzen präsentiert werden.

Wichtige Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit

Die Ausstellung, die von Dr. Johann Zilien, wissenschaftlicher Archivar und Historiker im Hessischen Staatsarchiv, zusammengestellt wurde, ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil besteht aus neun in Reihe zusammen stehenden Mauersegmenten, die die Entwicklung der DDR von ihrer Gründung bis hin zu ihrem Beitritt zur Bundesrepublik beschreiben. In ihrem zweiten Abschnitt besteht die Ausstellung aus zehn Mauersegmenten, die jeweils eine Person hervorheben, die diesen Weg von der Diktatur zur Demokratie miterlebt und teilweise auch mitgestaltet hat. Dazu gehören beispielsweise John F. Kennedy, aber auch Willy Brandt, Michail Gorbatschow und Dr. Helmut Kohl. Fünf Mauerstücke aus diesem zweiten Abschnitt beziehen sich auf Zeitzeugen, die die SED-Diktatur in unterschiedlicher Weise miterlebt haben. Der dritte Ausstellungsabschnitt hat die Funktion eines Gedenksteins für die Toten an Mauer und Grenze – ihrer wird auf diesem Wege in würdiger Weise gedacht.

„Die Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit ist wichtig, weil bei vielen Bürgern der heutigen Bundesrepublik das Wissen und die Erinnerung an diesen Aspekt der deutschen Geschichte teilweise unbekannt oder verloren gegangen sind. Deshalb  richtet sich die Ausstellung ausdrücklich nicht an ein vorgebildetes Fachpublikum, sondern an interessierte Bürger“, so Wintermeyer.

Hintergrund:
Die Landesregierung gibt unter dem Motto „Grenzen überwinden“ Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit, sich zu erinnern und Erfahrungen aus der Zeit zwischen dem Mauerfall im November 1989 und der Wiedervereinigung im Oktober 1990 zu teilen. Schon jetzt laufen neben der Wanderausstellung „Grenzen überwinden: Von der Diktatur zur Demokratie“ in ganz Hessen zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten zur Wiedervereinigung. Zum Veranstaltungsprogramm „Grenzen überwinden“ des Landes wurden bereits zwei Programmhefte mit einer Gesamtauflage von 74.000 Stück aufgelegt. Darin enthalten sind rund 300 Veranstaltungen von rund 50 verschiedenen Partnern in ganz Hessen sowie Ausflugstipps zu einschlägigen Museen oder an die ehemalige innerdeutsche Grenze sowie geschichtliche Hintergrundinformationen. Die Landesregierung macht mit ihrem Zeitzeugenprogramm an über 70 Schulen Station und erreicht dabei über 6.000 Schülerinnen und Schüler. Das Kunstprojekt „Einheitsmännchen“ von  Professor Ottmar Hörl, Präsident der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg, ist derzeit auf Deutschlandreise.

Vom 2. bis zum 4. Oktober ist das Land Hessen Gastgeber für die Länder und die Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland, um in Frankfurt die Wiedervereinigung des ehemals getrennten Deutschlands mit einem Bürgerfest zu feiern.

Themengebiet: Kunst und Kultur