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01.07.2015 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Würdigung von zehn Jahren Fusion Unikliniken Gießen und Marburg

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute die Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM) vor genau zehn Jahren sowie die anschließende Privatisierung gewürdigt.

Ein europaweit einmaliges Projekt

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Fusion und Privatisierung waren ein europaweit einmaliges Projekt der strategischen Neuorientierung in der Hochschulmedizin. Durch ein novelliertes Universitätsklinikumsgesetz sowie vertragliche Vereinbarungen wurde eine Krankenversorgung auf hohem medizinischem Niveau gesichert und gleichzeitig auch den Belangen von Forschung und Lehre Rechnung getragen. Heute ist das UKGM das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands.“

Wissenschaftsminister Boris Rhein wies nochmals darauf hin, dass das Verfahren der Fusion und die anschließende Privatisierung von der damaligen Landesregierung wohlüberlegt waren. Auch der Wissenschaftsrat hatte den Prozess eng begleitet und dem Projekt zugestimmt.

Massiver Investitionsstau aufgelöst

Mit den seitens der Rhön-Klinikum AG getätigten Investitionen wurde ein massiver Investitionsstau aufgelöst. Es flossen Millionenbeträge in die Gebäudesanierung, zudem gab es hohe Investitionen in neue medizinische Geräte, die sowohl für die Krankenversorgung, als auch für Forschung und Lehre eingesetzt wurden.

In den vergangenen Jahren hat am UKGM zudem ein Stellenaufbau stattgefunden: Sowohl im ärztlichen Dienst, als auch beim Pflegepersonal gab es zwischen den Jahren 2006 und 2014 eine Steigerung der Stellen. Zudem ist das UKGM derzeit mit mehr als 1.300 Auszubildenden der größte Ausbildungsbetrieb in der Region Mittelhessen.

Entwicklung zugunsten der Patienten

„Diese Entwicklung kommt zuallererst den Patienten zugute. Steigende Patientenzahlen im ambulanten als auch im stationären Bereich sprechen eine deutliche Sprache über die Akzeptanz des UKGM in der Bevölkerung und über das Vertrauen, dass sowohl das medizinische, als auch das pflegerische Personal bei den Menschen genießt“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Die Landesregierung nehme aber auch die Sorgen und Befürchtungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UKGM ernst, erklärte der Wissenschaftsminister.

Diskussion über zunehmende Arbeitsverdichtung

„Das war in der Vergangenheit so und wird auch in der Zukunft so sein. Es gibt völlig zu Recht eine Diskussion über eine zunehmende Arbeitsverdichtung. Allerdings ist dies letztlich kein Spezifikum des UKGM, sondern der Gesundheitsbranche insgesamt. Gerade für die Uni-Kliniken gilt dies, weil ihre Finanzierung im System der Fallpauschalen nicht auskömmlich ist. Es ist eine Fehlannahme, zu glauben, dies habe etwas mit der Trägerschaft zu tun, denn es ist vornehmlich und zuallererst eine klassische Systemfrage“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Ein Blick in die vom Verband der Universitätskliniken Deutschland (VDU) erhobenen Zahlen verdeutlicht das: Die 33 Standorte in Deutschland haben demnach 2013 ein Defizit von 160 Millionen Euro vorzuweisen. Der Anteil defizitärer Häuser hat sich in den vergangenen drei Jahren von 29 Prozent auf 61 Prozent mehr als verdoppelt.

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Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Themengebiet: Gesundheit, Hessen