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25.06.2015 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Anzahl der Drogentoten auf niedrigem Niveau

Anlässlich des diesjährigen Weltdrogentages weisen der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner und die Hessische Landesstelle für Suchtfragen auf einen Trend hin, der bei den hessischen Suchtberatungsstellen zu verzeichnen ist:

„Die Zahl der Opiatabhängigen, die in hessischen Suchthilfeeinrichtungen Hilfe in Anspruch nehmen, nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Bei nur noch neun Prozent der Neuaufnahmen im Jahr 2014 wurde eine Opiatabhängigkeit festgestellt.“ Der Gesundheitsminister verweist auf das gut aufgestellte Suchthilfesystem in Hessen, dass die Suchtkranken dort abholt, wo sie es benötigen. „So bedürfen manche Drogenabhängige schadensminimierende Angebote, wie Konsumräume oder Spritzentausch, oder auch eine Substitutionsbehandlung, um dann ein Behandlungsangebot in Anspruch nehmen zu können, das eine Abstinenz zum Ziel hat“, erklärte Grüttner.

Anzahl der Drogentoten auf einem niedrigen Niveau

Dass das differenzierte Suchthilfesystem in Hessen Wirkung zeigt, wird an der Anzahl der drogenbedingten Todesfälle deutlich. „Seit Jahren haben sich die Todesfälle auf einem niedrigen Niveau eingestellt. Im Jahr 2014 sank die Zahl der Drogentoten, im Gegensatz zum Bundestrend, auf 66 Fälle, die niedrigste Anzahl in Hessen überhaupt“, stellt Grüttner fest. „Jeder Drogentote ist sehr bedauerlich. Deswegen dürfen mit den verschiedenen Anstrengungen im hessischen Suchthilfesystem nicht nachgelassen werden, um die Situation der abhängigen Menschen zu verbessern.“

Als eine große Herausforderung der Drogen- und Suchtpolitik wird in Fachkreisen sowohl das Auftreten neuer psychoaktiver, synthetischer Stoffe (NPS) als auch die Droge Crystal Meth gesehen. Die neuen Substanzen (NPS) werden gelegentlich auch als „Research Chemicals“ oder „Legal Highs“ (Kräutermischungen, Badesalz) bezeichnet. Diese harmlos wirkenden Produkte sind es bei weiten nicht, da sie synthetische Cannabinoide und andere chemische Wirkstoffe in unterschiedlicher Konzentration enthalten. „Der in den vergangenen Jahren befürchtete Eindruck, dass diese NPS bei Jugendlichen an Bedeutung zunehmen könnten, hat sich für Hessen erfreulicherweise nicht erfüllt. Die MoSyD-Studie aus dem Jahr 2013, in der die Drogentrends in Frankfurt beobachtet werden, zeigt, dass Räuchermischungen und andere „Legal Highs“ derzeit praktisch keine Rolle spielen“, führt Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen, aus.

Auch für Crystal Meth ließe sich feststellen, dass im Gegensatz zu anderen Bundesländer, in Hessen keine Ausweitung des Konsums festgestellt werden konnte.

Bei Veränderungen schnell reagieren und Hilfe anbieten

„Allerdings werden wir die Ausbreitung und Trendentwicklungen dieser Substanzen in Hessen weiter intensiv beobachten, um bei Veränderungen schnell reagieren und adäquate Hilfe anbieten zu können“, versichert Gesundheitsminister Grüttner.

Zum Schluss verdeutlicht, Wolfgang Schmidt-Rosengarten: „Auch wenn es erfreulich ist, dass die Nachfrage zur Behandlung im Bereich der illegalen Drogen derzeit nicht steigt, kann nicht darüber hinweg gesehen werden, dass die sehr hohe Nachfrage bei Alkoholproblemen leider nicht weniger wird und beim pathologischen Glücksspielen seit mehreren Jahren enorme Zuwächse zu verzeichnen."

Themengebiet: Gesundheit, Prävention