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22.06.2015 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: 290.000 Euro vom Land für Sanierung des Brentanohauses

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat heute die ersten 290.000 Euro der Landesregierung für die Sanierung des Brentanohauses an die Trägergesellschaft, bestehend aus dem Freien Deutschen Hochstift und der Stadt Oestrich-Winkel, überreicht. Die Trägergesellschaft betreibt das im vergangenen Jahr vom Land erworbene Brentanohaus und sorgt für die dringend nötige Sanierung. Mit den 290.0000 Euro soll als erster Bauabschnitt die Außensanierung des Gebäudes, wie beispielsweise die Neueindeckung des Dachs und die Restaurierung der historischen Fenster, Türen und Fensterläden, in Angriff genommen werden.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Die Landesregierung steht zu ihrem Wort. Die 290.000 Euro sind der nächste Schritt, um zum Erhalt des Brentanohauses beizutragen. Rechnet man den Kaufpreis von 1,2 Millionen Euro hinzu, hat das Land inzwischen schon knapp 1,5 Millionen Euro investiert, um diesen besonderen Ort der Romantik vor dem drohenden Verfall zu retten. Eine Investition, die sich auf jeden Fall schon jetzt gelohnt hat.“

Goethe und Brüder Grimm zu Gast

Das Brentanohaus gilt als das geistig-kulturelle Zentrum der deutschen Rheinromantik und war Treffpunkt der Freundschaftskreise jener Zeit; zu den Gästen zählten neben anderen Goethe und die Brüder Grimm. Hier entwickelten und lebten die Zeitgenossen die romantische Idee. Die Besucher von heute können das Brentanohaus als herausragenden Ort der Romantik noch so erleben, wie ihn die Geistesgrößen von damals gesehen haben. Die Inneneinrichtung ist unverändert. Selbst die Tapeten sind Originale und hängen so, wie zu Goethes Zeiten.

„Für das Land Hessen war der Kauf des Brentanohauses nicht einfach ein Immobiliengeschäft: Es ist ein Markstein, um die Epoche der Romantik in Hessen wieder erlebbar zu machen. Gemeinsam mit dem geplanten Deutschen Romantikmuseum in Frankfurt und dem Park des Grafen von Ostein über Rüdesheim bildet das Brentanohaus eine einzigartige Achse der Romantik“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.

Zehn Millionen Euro für Achse der Romantik

Die Landesregierung investiert deshalb insgesamt mehr als zehn Millionen Euro, um das Konzept der Achse der Romantik zu ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Teil dieses Romantik-Konzepts ist der Bau des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt, den die Landesregierung mit vier Millionen Euro unterstützt. Grundlage für das neue Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zur Literatur und die hochkarätige Sammlung bildender Kunst und Alltagskultur der deutschen Romantik im Freien Deutschen Hochstift.

Der Park des Grafen von Ostein im Niederwald oberhalb von Rüdesheim komplettiert den romantischen Dreiklang. Er gehört zu den frühesten Landschaftsparks in Deutschland und ist ein wichtiger Teil der Rheinromantik. Der Graf setzte an der Hangkante zum Rhein kleine Gebäude, die dazu dienten, eine landschaftliche Situation zu charakterisieren und beim Betrachter verschiedene Stimmungen hervorzurufen. Um dieses wichtige Zeugnis der Gartenkunst am südlichen Eingang zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal wieder erlebbar zu machen, wendet das Land Hessen zurzeit fünf Millionen Euro auf, unterstützt mit weiteren 2,5 Millionen Euro vom Bund.

Einmalige Chance nutzen

„Wir haben uns entschieden, viel Geld in die Hand zu nehmen, um in einer großen Kraftanstrengung die einmalige Chance zu nutzen und einer Schlüsselepoche der deutschen und europäischen Geistesgeschichte – der Romantik – in Hessen wieder den Stellenwert zukommen zu lassen, den sie verdient hat“, erklärte Kunst- und Kulturminister Boris Rhein abschließend.

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Themengebiet: Kunst und Kultur