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18.06.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Brüder-Grimm-Schule Steinau ist Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Kultusminister Lorz übernimmt Patenschaft im Rahmen eines Festaktes

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute im Rahmen eines Festaktes der Brüder-Grimm-Schule in Steinau die mit der Auszeichnung der Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verbundene Patenschaft übernommen. Mit der Übernahme würdigt der Hessische Kultusminister die Teilnahme und das Bekenntnis für ein demokratisches und tolerantes Miteinander: „Der Staat alleine kann Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung nicht den Boden entziehen. Gerade aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung und vorbildlich, dass sich Schulen wie die Brüder-Grimm-Schule ebenfalls dieser Aufgabe widmen. Unser Dank gilt daher allen Schülerinnen und Schülern, die die Initiative ergriffen haben“, so Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel, der in Vertretung des Ministers am Festakt teilnahm.

Zivilcourage untereinander und wechselseitige Anerkennung

In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Schülerschaft, Kollegium, Schulelternbeirat und staatlichem Schulamt sowie des Bürgermeisters Malte Jörg Uffeln und Schuldezernenten Matthias Zach übergab der Staatssekretär eine Tafel mit der Aufschrift „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Diese Tafel soll der für jeden sichtbare Ausweis dafür sein, dass die Schulgemeinde hier an einem gemeinsamen Strang zieht und ein Klima schafft, das Zivilcourage untereinander und wechselseitige Anerkennung fördert“, betonte der Staatssekretär in seiner kurzen Ansprache.

Die Brüder-Grimm-Schule in Steinau ist eine Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe mit 486 Schülern, die im Zuge des Ganztagsangebotes eine pädagogische Hausaufgaben- und Mittagsbetreuung von 11:35 bis 14.00 Uhr sowie verschiedene Arbeitsgemeinschaften anbietet. Die Schule weist zudem einen musikalischen Schwerpunkt auf und beschult zehn Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Inklusion.

Hintergrund

Die Idee für „Schule ohne Rassismus“ entstand ursprünglich 1988 in Belgien. In Deutschland wurde das Projekt 1995 ins Leben gerufen und heißt seit 2001 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Träger ist der Verein „Aktion Courage e.V.“, der von Bürgerinitiativen, Vereinen und Einzelpersonen vor dem Hintergrund rassistisch motivierter Gewalttaten u.a. in Mölln, Hoyerswerda und Rostock 1992 gegründet wurde. Seit 2001 ist er ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Ihm gehören in Deutschland rund eine Millionen Schulen in über 1500 Schulen an, davon 61 in Hessen, an. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die Zustimmung von mindestens 70 aller Menschen an der Schule, die sich in einer gemeinsamen Selbstverpflichtung aktiv bereiterklären, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßige Projekttage durchzuführen.

Wesentlicher Bestandteil der Mitgliedschaft ist zudem die Patenschaft einer prominenten Persönlichkeit aus den Bereichen Kunst, Politik, Medien oder Sport. So haben in Hessen u.a. bereits der stellv. Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Rudolf-Koch-Schule in Offenbach) oder das Comedy-Duo Badesalz (Johann-Heinrich-Alsted Schule in Mittenaar) Patenschaften übernommen. „Kultusministers Prof. Dr. Lorz ist stolz, Pate Ihrer Schule zu sein und wird sie selbstverständlich nach Kräften unterstützen“, sagte Staatssekretär Lösel abschließend.

Themengebiet: Schule, Auszeichnung