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16.06.2015 - Land
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: Gila Lustiger und Annika Scheffel sind Robert-Gernhardt-Preisträger 2015

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein hat die Jury-Entscheidung für den Robert-Gernhardt-Preis 2015 bekannt gegeben. Die beiden Autorinnen Gila Lustiger und Annika Scheffel erhalten den gemeinsam vom Land Hessen und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ausgelobten Robert-Gernhardt-Preis 2015 und teilen sich das Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro.

Gegen 50 Konkurrenten durchgesetzt

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Ich gratuliere den beiden Preisträgerinnen sehr herzlich. Die renommierte Autorin Gila Lustiger hat sich mit ihrem Romanprojekt „Die Entronnenen“ und die junge Nachwuchsautorin Annika Scheffel mit „Hier ist es schön“ gegen rund 50 Konkurrenten durchgesetzt. Das ist eine beachtliche Leistung und zeigt, dass sowohl etablierte Schriftsteller als auch taltentierte Newcomer die gleichen Chancen haben, wenn es darum geht, mit Hilfe des Robert Gernhardt Preises ein literarisches Vorhaben zu ermöglichen.“

Zudem dankte der Minister der Fachjury sowie der WIBank für das Engagement, das eine herausragende Autorenförderung in Hessen ermögliche.

Tonfall ohne Pathos

Gila Lustiger erhält die Auszeichnung für ihren noch im Entstehen begriffenen Roman „Die Entronnenen“, der noch unerzählten Geschichte des Übergangslagers Zeilsheim und der jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main nach dem zweiten Weltkrieg. Der angeschlagene Tonfall kommt ohne Pathos und fast ironisch daher; das hat die Jury überzeugt. Gila Lustiger wurde in Frankfurt am Main geboren, studierte in Jerusalem Germanistik und Komparatistik und lebt heute in Paris. Sie ist Autorin von mehreren Romanen, ihr letzter Roman „Die Schuld der anderen“ erschien in diesem Frühjahr.

Reise ins Ungewisse

Annika Scheffel erhält die Auszeichnung für ihr Romanprojekt „Hier ist es schön“. Ausgangspunkt ist das reale Projekt Mars One, bei dem freiwillige Teilnehmer ohne Wiederkehr auf den Mars geschickt werden sollen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen. Vier Menschen sind für diese Reise ins Ungewisse ausgewählt. Das dystopische Zukunftsszenario punktete bei der Jury durch seine leichthändige, aber doch poetische Sprache. Annika Scheffel wurde in Hannover geboren, studierte in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft und lebt heute in Berlin. Sie hat bisher mehrere Kurzgeschichten und zwei Romane veröffentlicht. Ihr letzter Roman „Bevor alles verschwindet“ erschien 2013.

Große Hingabe

„Ich freue mich besonders, dass das Preisgeld in diesem Jahr zwei Autorinnen zu Gute kommt“, erklärte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank, nach der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung. „Die Preisträgerinnen eint die große Hingabe, mit der sie Ihre literarischen Projekte Wirklichkeit werden lassen. Wir sind stolz, die Autorinnen auf ihrem literarischen Weg als Stifter unterstützend begleiten zu können.“

Der Robert-Gernhardt-Preis wird am 16. September 2015 um 19.00 Uhr in der Naxoshalle in Frankfurt übergeben.

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Themengebiet: Wissenschaft, Auszeichnung